Zeche Pauline in Heidhausen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Am Südhang des Pastoratsberges südlich von Werden stehen am Hang des Pfefferbaches das Schachthaus und die ehemalige Waschkaue der Zeche Pauline. Neben dem aus Bruchsteinen gemauerten Schacht sind die Fundamentreste eines Wetterkamins, eines weiteren Zechengebäudes sowie ein vermauertes Stollenmundloch erhalten. Die restlichen Zechengebäude wurden niedergelegt, der gesamte Bereich ist saniert. Die Urkatasterkarte von 1822-1867 zeigt die Grundrisse der alten Schachtanlage. Gegenüber der Zeche Pauline treten am Hangfuß aus einem ehemaligen Stollenmundloch Grubenwasser des Pauliner Erbstollen aus.

Steinkohlebergbau im Bereich des Pfefferbaches wird bereits im 18. Jahrhundert durch Belehnungen des Werdener Abtes belegt. Nachdem zunächst im Bereich des Pauliner Erbstollen der Bergbau umging, erfolgte 1880 die Umbenennung in Zeche Pauline, man ging zum Tiefbau über. Die Förderung der Kohlen erfolgte über den Förderschacht bis zur Stollensohle und vom Stollen aus zutage. Von dort aus wurden die Kohlen mit einer Drahtseilbahn zum Bahnhof Werden. 1881 übernahm man die stillgelegte Zeche Ilandsbraut. Die Förderung betrug 1885 18.000 Tonnen, 1899 bereits 91.000 Tonnen Kohle.

Die Berechtsame umfasste 1891 die Längenfelder der Zechen Pauline und Ilandsbraut sowie der 1892 übernommenen Zeche Vereinigte Braut. Die Zeche Pauline wurde 1900 durch die Rheinischen Antracit-Kohlenwerke übernommen, war jedoch weiterhin eigenständig in Betrieb. Die Berechtsame umfasste nun 3 Längenfelder Pauline und 12 Längenfelder der Zechen Gustav, Der lange Fritz, Friederica ins Westen, Hugo, Eberhard, Ilandsbraut, Bräutigam, Vereinigte Braut, Braut in Fleckessiepen, Redlichkeit, Jacke und Hoffnung. Die Tagesanlagen auf Vereinigte Braut wurden im selben Jahr abgerissen. Am 1. Oktober desselben Jahres wurde an der Verladestelle am Bahnhof Werden eine Brikettfabrik in Betrieb genommen. Die Brikettfabrik wurde im darauf folgenden Jahr wieder geschlossen. Fördete man im Jahr 1910 noch 93.000 Tonnen Kohle mit 295 Beschäftigten, legte man 1916 das Bergwerk wegen Erschöpfung der Kohlenvorräte still.

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2010)

Internet
de.wikipedia.org: Zeche Pauline (Abgerufen: 15. Februar 2010)
www.ruhrkohlenrevier.de Der frühe Bergbau an der Ruhr (Abgerufen: 15. Februar 2010)

Literatur

Gebhardt, G. (1957)
Ruhrbergbau. S. 155 f., Essen.
Spethmann, Hans (1933)
Das Ruhrgebiet 1. o. O.
Wegener, Wolfgang (1985)
Vom Bergmannskotten zur Stollenzeche. (Ausgrabungen im Rheinland '83/84.) S. 232ff.. Köln / Bonn.

Zeche Pauline in Heidhausen

Schlagwörter
Ort
Essen - Heidhausen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1880, Ende 1916
Koordinate WGS84
51° 22′ 29,87″ N, 6° 59′ 55,33″ O / 51.37496°, 6.9987°
Koordinate UTM
32U 360710.89 5693424.36
Koordinate Gauss/Krüger
2569582.36 5693835.33

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Zeche Pauline in Heidhausen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-CW-20090522-0003 (Abgerufen: 23. Oktober 2017)
Seitenanfang