Oberdahlhausen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Ersterwähnung erfolgte 1317 als „Dahlhusen“; Dahlhausen war ein ehemaliges Rittergut. 1828 war Oberdahlhausen, damals noch Dahlhausen genannt, ein Einzelhof, dessen gesamte Funktionen in einem ca. 40-50 Meter langen Baukörper untergebracht waren. Südöstlich der Bebauung lag das Gartenland.

Heute ist Oberdahlhausen eine Einzelhoflage auf der Höhe mit einem benachbarten Quellbereich. Das langgezogene Gebäude von 1828, bestehend aus Wohnhaus und Wirtschaftsteil ist noch gut abzulesen. Der Baukörper wurde bereits im 19. Jahrhundert verlängert und im Nordosten durch ein quer stehendes zweites Wohnhaus ergänzt. Im Süden wurde eine ebenfalls quer stehende Scheune errichtet. Der Bau ist in der Preußischen Uraufnahme (1840) als Steinbau eingetragen. Das genaue Alter der heutigen Bausubstanz im Aufgehenden und in den einzelnen Bauabschnitten ist nicht bekannt. In der Bauliste von Albert Schmidt ist für die Jahre 1878 und 1890 jeweils der Bau eines Wohnhauses und eines Stalles in Oberdahlhausen verzeichnet.

Im Norden liegen im Quellbereich und beginnenden Bachtal laut Karte mehrere Teiche. Der Teichstandort ist historisch und für das 19. Jahrhundert nachzuweisen. Bei dem Hof stehen einzelne Obstbäume. Die Wiesen am Timmer gehörten zu diesem Hof. Sie wurden bis in die 1960er Jahre geflößt. Zum Wuppertal hin blieb die Wald-Offenlandgrenze von 1828 (Bürgermeistereikarte) erhalten.

Auf dem Hof gibt es zwei Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert, die unter Denkmalschutz stehen.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Quelle
Bauliste Albert Schmidt, StARS, Albert Schmidt N 28 (Abschrift durch Peter Dominick).

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.

Oberdahlhausen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1317
Koordinate WGS84
51° 12′ 24,55″ N, 7° 18′ 51,04″ O / 51.20682°, 7.31418°
Koordinate UTM
32U 382236.86 5674174.8
Koordinate Gauss/Krüger
2591882.93 5675476.47

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„Oberdahlhausen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20080215-0123 (Abgerufen: 18. Oktober 2017)
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