Siedlungsreihung Busenbach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Schule in Busenbach (2007)

    Schule in Busenbach (2007)

    Fotograf/Urheber:
    Lange, Beate
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Ersterwähnung 1481 als „Busenbich“ - (Hof der am Bach beim Busch = Wald bergisch liegt). Laut Blankertz gehörte Busenbach jedoch zu den 118 kurmedischen Gürtern, die vermutlich schon vor 1297 existierten.
1829 stand im nördlich der Bachaue gelegenen Teil von Busenbach ein Einzelhof in Hanglage. Im Westen grenzte er an Ackerland, im Norden und Osten an Wald/Busch. Das zum Hof gehörende Gartenland lag westlich von ihm auf der anderen Seite des Weges. Vermutlich gab es eine Obstwiese.
Der südliche Teil von Busenbach bestand 1829 ebenfalls aus einem Einzelhof, der an die Aue grenzte. Im Westen lag Ackerland, im Osten Wald / Busch. Das Gartenland schloss sich südlich an.
Die Namensbezeichnung (Adolphus, Sohn des verstorbenen Casparus vom Hausberg in der Busenbik) lässt vermuten, dass Busenberg als der sogenannte Hausberg von Busenbik bezeichnet wurde und zum Besitz von Busenbik gehörte.

Am 17.7.1792 wurde der Hof Busenbach auf vier Erben bzw. vier Lose aufgeteilt.:
  • Los 1: umfasst die am Busenberg befindlichen Bäume und die Gebäude, Obstgarten, Ackerland, Wiesen und Gebüsch (= Wald) mit Hecken und Zäunen, insgesamt 27½ Morgen und 206 Ruten.
  • Los 2: dazu gehört das Stammhaus zur Busenbick mit Backhaus, Scheunenplatz, Baumhof am Haus, der hinter dem Haus gelegene Garten, Ackerland, Wiese, Gebüsch; insgesamt 28½ Morgen und 210¼ Ruten.
  • Los 3: enthält das ehemalige Bernhard Hübing-Haus, dazu der Baumhof, Scheunenplatz, Ackerland, Platz zur Anlage eines neuen Gartens, Wiese, Gebüsch; insgesamt 29 ¾ Morgen und 145 Ruten.
  • Los 4: beinhaltet das vormalige Wilhelm-Bever - Haus, der daran gelegene Baumhof, Hausplatz, Ackerland, Wiese, Garten und Gebüsch; zusammen 30½ Morgen und 210½ Ruten.
Der Gesamtbesitz betrug zu diesem Zeitpunkt umgerechnet ca. 29,68 Hektar.

Ebenfalls Erwähnung finden gemeinschaftlich genutzte Güter; u.a. Teichbenutzung, Teichinstandsetzung, Bleichplatzbenutzung, Beflößungsordnung des von Wiehagen kommenden Wassers.

Heute ist Busenbach eine Siedlungsreihung entlang der Nord-Süd verlaufenden Durchgangsstraße, im Süden von dem ehemaligen Eisenbahndamm, im Norden von einer Kleingartenanlage begrenzt. Busenbach wird durch den Bachverlauf in einen Nord- und einen Südteil untergliedert. Die um 1829 im Nord- bzw. Südteil bestehenden Einzelhöfe sind nicht mehr vorhanden. Das Hofgut Busenberg-Busenbach wurde wahrscheinlich bis zu seiner Versteigerung am 24.08.1891 landwirtschaftlich genutzt. Die heutige Bebauung stammt überwiegend aus der Nachkriegszeit. In beiden Ortsteilen geht vermutlich jeweils ein Gebäude in das 19. Jahrhundert zurück. Vor Haus Nr. 28, welches in der Nachkriegszeit als Schule diente, stehen drei durchgewachsene Hausbäume. Ältere Gebäudeteile sind nicht auszuschließen. Durch die Nähe zur Stadt, die Veränderungen des Umlandes, vor allem den Eisenbahnbau im Süden und die Bautätigkeit hat sich der Charakter der Siedlung komplett gewandelt. Busenbach gehörte nach der Hebeliste von 1881 zur Großen Honschaft

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2007)

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) S. 149, Gummersbach.
Roß, Fredi K. (2004)
Die Honschaften in Hückeswagen. In: Leiw Heukeshoven 43, S. 27-37. o. O.
Wittreich-Freudenfeld, Gisela (2005)
Das Hofgut Busenberg - Busenbach. Ein Blick zurück auf ein Hückeswagener Bauerngeschlecht und seine Hofgüter. In: Leiw Heukeshoven 44, S. 44-53. o. O.
Wittreich-Freudenfeld, Gisela (2004)
Das Hofgut Busenberg - Busenbach. Ein Blick zurück auf ein Hückeswagener Bauerngeschlecht und seine Hofgüter. In: Leiw Heukeshoven 43, S. 14-23. o. O.
Wittreich-Freudenfeld, Gisela (2003)
Das Hofgut Busenberg - Busenbach. Ein Blick zurück auf ein Hückeswagener Bauerngeschlecht und seine Hofgüter. In: Leiw Heukeshoven 42, S. 20-27. o. O.

Siedlungsreihung Busenbach

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1481
Koordinate WGS84
51° 09′ 5,79″ N, 7° 18′ 25,97″ O / 51.15161°, 7.30721°
Koordinate UTM
32U 381608.99 5668046.76
Koordinate Gauss/Krüger
2591505.46 5669325.91

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Siedlungsreihung Busenbach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20070923-0015 (Abgerufen: 23. September 2017)
Seitenanfang