Limeswachtturm 3/4* bei Hohenstein-Born

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Hohenstein (Hessen)
Kreis(e): Rheingau-Taunus-Kreis
Bundesland: Hessen
  • Blick auf den Standort des Limeswachtturms 3/4* in Hohenstein-Born im Rheingau-Taunus-Kreis (2009)

    Blick auf den Standort des Limeswachtturms 3/4* in Hohenstein-Born im Rheingau-Taunus-Kreis (2009)

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    Becker, Thomas / hessenARCHÄOLOGIE
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    Becker, Thomas
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  • Grabungsplan des Limeswachtturms 3/4* bei Hohenstein-Born im Rheingau-Taunus-Kreis der Reichs-Limeskommission (vor 1936)

    Grabungsplan des Limeswachtturms 3/4* bei Hohenstein-Born im Rheingau-Taunus-Kreis der Reichs-Limeskommission (vor 1936)

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In einer Schonung auf der Südseite des „Noll“ bei Hohenstein-Born erkennt man die Spuren archäologischer Ausgrabungen, die 1896 und 1901 von der Reichs-Limeskommission durchgeführt wurden. Solche alten Grabungsschnitte sind heute nur noch selten im Gelände zu sehen. An dieser Stelle untersuchte man die Holzturmstelle Wp 3/4* an der älteren Limeslinie. Dabei wurden die zwei sie umgebenden Ringgräben mehrfach geschnitten. Die Reste der Gräben mit Durchmessern von 18 und 10,50 Metern zeichnen sich noch schwach im nachgepflanzten Wald ab.

Die Wachturmstelle 3/4*
Der Hügel, auf dem sich der Wachtturm erhob, wurde von zwei Gräben umgeben, wovon der innere einen Durchmesser von 10,50 Metern und eine durchschnittliche Tiefe von 1,60 Metern hatte. Der äußere Graben wies einen Durchmesser von 18 Metern und eine Tiefe von 1,05 bis 1,30 Metern auf. Die nachgewiesenen vier Pfostenlöcher liegen in einem Abstand von 2,60 bis 2,80 Metern. Die Stelle des Holzturms ist im Rodungsbereich bzw. neu aufgeforsteten Areal nur noch an Grabungslöchern erkennbar - der eigentliche Turmhügel lässt sich nur noch schwer ausmachbar. Östlich schließt sich ein weiterer schwacher Hügel an, von dem aber nicht klar ist, ob es sich auch um einen Wachtturmrest handelt, da er bislang nicht archäologisch untersucht wurde.

Anfahrt
Die Turmstelle liegt westlich der Kreisstraße K 687 zwischen Born und Breithardt im Bereich der Gemeinde Hohenstein. Von Born kommend biegt man von K 700 auf die K 687 nach Breithardt ab. Auf der Höhe geht links ein Weg auf einen Parkplatz und zum Borner Sportplatz ab. Direkt am Parkplatz steht die Informationstafel zum Wachtturm. Die Turmstelle liegt am Limesrundweg Hohenstein.

(Thomas Becker, hessenARCHÄOLOGIE, 2015)

Internet
limes-in-hohenstein.de: Informationen über den Limes im Bereich Hohenstein (abgerufen 18.08.2015)

Literatur

Baatz, Dietwulf / Herrmann, Fritz-Rudolf (1989)
Die Römer in Hessen. S. 380 mit Abb. 324, Stuttgart.
Fabricius, Ernst (1936)
Die Limesanlagen im Taunus von der Aar bis zum Köpperner Tal bei der Saalburg. In: Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. A, Bd. II, S. 53-54 mit Taf. 2.5, Berlin/Leipzig.

Limeswachtturm 3/4* bei Hohenstein-Born

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 9 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Archäologische Grabung, Archäologische Prospektion
Historischer Zeitraum
Beginn 100, Ende 150
Koordinate WGS84
50° 09′ 56,66″ N, 8° 06′ 14,32″ O / 50.16574°, 8.10398°
Koordinate UTM
32U 436006.14 5557442.97
Koordinate Gauss/Krüger
3436055.52 5559226.55

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„Limeswachtturm 3/4* bei Hohenstein-Born”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-135513-20150813-30 (Abgerufen: 17. November 2018)
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