Limeswachtturm Wp 3/4 bei Hohenstein-Born

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Hohenstein (Hessen)
Kreis(e): Rheingau-Taunus-Kreis
Bundesland: Hessen
  • Visualisierter Grundriss des Limeswachtturms Wp 3/4 bei Hohenstein-Born im Rheingau-Taunus-Kreis (2012)

    Visualisierter Grundriss des Limeswachtturms Wp 3/4 bei Hohenstein-Born im Rheingau-Taunus-Kreis (2012)

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  • Archäologische Untersuchung am ehemaligen Standort des Limeswachtturms Wp 3/4 bei Hohenstein-Born im Rheingau-Taunus-Kreis (2009)

    Archäologische Untersuchung am ehemaligen Standort des Limeswachtturms Wp 3/4 bei Hohenstein-Born im Rheingau-Taunus-Kreis (2009)

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Ein nachgesetztes Mauerwerk an der Kreisstraße K 687 nördlich von Hohenstein-Born markiert die Steinturmstelle von Wachtposten Wp 3/4. Im Zuge der Bauarbeiten für die Straße wurden Teile des Fundaments ausgebrochen. Der Standort des Turms war gut gewählt: In der Antike hatte man einen Blick bis zu den Kleinkastellen auf dem „Pohl“ bei Heidenrod-Kemel sowie in das Tal des Pohlbaches und den Dietzgrund im Vorfeld der römischen Reichsgrenze. Eine Sichtbehinderung durch Bäume bestand damals nicht: Entlang des Limes verlief eine breite Schneise.

Die Wachturmstelle 3/4
Die Untersuchungen der Reichs-Limeskommission ergaben hier ein Steinturmfundament von 4,25 mal 4,55 Metern Größe, was durch die Nachuntersuchung 2009 in etwa bestätigt werden konnte (ca. 4,00 mal 4,60 Meter). Das Fundament hatte eine Breite von 0,90 Meter, vom aufgehenden Mauerwerk waren aufgrund der Abbrucharbeiten während des Straßenbaus, bei dem das Steinmaterial offensichtlich wiederverwendet wurde, keine Reste mehr erhalten. Die erhaltene Fundamenttiefe ist mit 0,40 Meter daher auch recht gering. Die Turmstelle liegt heute im Hochwald direkt an der Kreisstraße. Lage und Ausdehnung sind durch eine Aufmauerung über dem Fundament mit drei Lagen Bruchsteinmauerwerk kenntlich gemacht worden.

Anfahrt
Die Turmstelle liegt direkt westlich an der Kreisstraße K 687 zwischen Born und Breithardt und ist von der Straße aus zu sehen. Sie liegt auch am Limesrundweg Hohenstein. Der Startpunkt des Rundweges ist an der Kreisstraße K 687 zwischen Born und Breithardt am Wanderparkplatz „Sechsarmiger Stock“. Dort folgt man dem mit einem Helm gekennzeichneten Rundweg zu den verschiedenen Turmstellen.

(Thomas Becker, hessenARCHÄOLOGIE, 2015)

Internet
limes-in-hohenstein.de: Informationen über den Limes im Bereich Hohenstein (abgerufen 18.08.2015)

Literatur

Baatz, Dietwulf / Herrmann, Fritz-Rudolf (1989)
Die Römer in Hessen. S. 380 mit Abb. 324, Stuttgart.
Fabricius, Ernst (1936)
Die Limesanlagen im Taunus von der Aar bis zum Köpperner Tal bei der Saalburg. In: Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. A, Bd. II, S. 54 mit Taf. 2.4, Berlin/Leipzig.

Limeswachtturm Wp 3/4 bei Hohenstein-Born

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 9 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Archäologische Grabung, Archäologische Prospektion
Historischer Zeitraum
Beginn 150, Ende 260
Koordinate WGS84
50° 10′ 11,92″ N, 8° 06′ 12,8″ O / 50.16998°, 8.10356°
Koordinate UTM
32U 435981.7 5557914.52
Koordinate Gauss/Krüger
3436031.07 5559698.28

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„Limeswachtturm Wp 3/4 bei Hohenstein-Born”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-135507-20150813-24 (Abgerufen: 14. Dezember 2018)
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