Schleiferei Wirth und Kunstwollspinnerei Ommer & Gebske in Wipperfließ

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Marienheide
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 05′ 0,15″ N: 7° 33′ 12,55″ O 51,08337°N: 7,55349°O
Koordinate UTM 32.398.682,93 m: 5.660.091,75 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.398.716,99 m: 5.661.915,66 m
  • Aktuelle Turbine: Francis-Spiral-Turbine, Maschinenfabrik-Turbinenbau Drees & Co, Werl  i.W

    Aktuelle Turbine: Francis-Spiral-Turbine, Maschinenfabrik-Turbinenbau Drees & Co, Werl i.W

    Copyright-Hinweis:
    Helmut Gebske
    Fotograf/Urheber:
    Helmut Gebske
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Ansicht Teich-Anlage in Wipperfliess um ca. 1920.

    Ansicht Teich-Anlage in Wipperfliess um ca. 1920.

    Copyright-Hinweis:
    Helmut Gebske
    Fotograf/Urheber:
    Helmut Gebske
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Wasserturbine mit Transmission um 1870

    Wasserturbine mit Transmission um 1870

    Copyright-Hinweis:
    Helmut Gebske
    Fotograf/Urheber:
    Helmut Gebske
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Obergraben Textile Flechterei Wipperfliess (2020)

    Obergraben Textile Flechterei Wipperfliess (2020)

    Copyright-Hinweis:
    Julia König / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Julia König
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Einfahrt zum Betrieb "Wipperfließer Garn-Stube" (2020)

    Einfahrt zum Betrieb "Wipperfließer Garn-Stube" (2020)

    Copyright-Hinweis:
    Julia König / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Julia König
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Blick auf Trafohäuschen, Obergraben und Gebäude der Textilen Flechterei Gebske. (2020)

    Blick auf Trafohäuschen, Obergraben und Gebäude der Textilen Flechterei Gebske. (2020)

    Copyright-Hinweis:
    Julia König / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Julia König
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Blick auf den Mühlengraben sowie die Fabrikationsgebäude der Kunstwollfabrik Ommer & Gebske in Wipperfließ  (2008)

    Blick auf den Mühlengraben sowie die Fabrikationsgebäude der Kunstwollfabrik Ommer & Gebske in Wipperfließ (2008)

    Copyright-Hinweis:
    Giesen, Ulla Anne, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege
    Fotograf/Urheber:
    Giesen, Ulla Anne
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Der Bereich der Wipper in der „Eulenbecke“ wird auch als das „Ruhrgebiet des Mittelalters“ bezeichnet, da hier im 13. - 16. Jahrhundert u.a. Massehütten und später sechs Reckhämmer gestanden haben.
Im Jahr 1834 befand sich im Bereich Wipperfließ das Eisenhammerwerk von dem „Reidemeister Wegerhof“, dessen Obergraben der heutige Untergraben war. Die beiden „Gefälle“ gelangten in den Besitz der Gebrüder Wirths aus Remscheid, wobei das obere Gefälle der Produktion der Schlittschuhkufen diente und das untere der Feilenschleiferei. Am 1. August 1858 erhielten die Fabrikanten Wirths die „Gewerberechtliche Genehmigung der Königlichen Regierung zu Cöln“, auf der „Hammerwiese Flur 7/26“ ein Wassertriebwerk nach der Maßgabe des Landbaumeister Cramer zu errichten. Um das erforderliche Gefälle für den Turbinenantrieb zu erreichen, wurde das untere Gefälle durch einen 250 m langen tiefen Graben mit dem oberen vereint.
Nach der Nutzung durch die Gebrüder Wirths folgte eine Spulendrechslerei und im Jahre 1883 kaufte Friedrich Kayser (Vater von Oscar Kayser, Ehrenbürger von Marienheide) das Anwesen und betrieb eine Kunstwollspinnerei. Wieder ein paar Jahre später war es Emil Grothe, der die Verbindungsbauten des nun erbauten Turbinenhauses mit dem Hauptgebäude entstehen ließ.
Im Jahre 1900 kaufte Otto Ommer das Anwesen und produzierte unter dem Namen „Ommer & Gebske“ auf drei Etagen „Barmer Artikel“-Kordeln-Litzen-Bänder. Wegen Rohstoffmangel wurde aus dem unteren Saal eine Metalldreherei. Der Antrieb der Flechtmaschinen erfolgte durch eine Francisturbine mit einem Fassungsvermögen von 400 Litern pro Sekunde und einer Leistung von 33,3 PS, die die Maschinen über Transmissionen antrieb. 1938 ließ Helmut Gebske eine Spiralfrancisturbine mit 24 KW-Leistung einbauen, die auch heute noch für die Produktion eingesetzt wird.
Am 12. April 1945 fielen alle Gebäude einer Brandstiftung zum Opfer und wurden in den Folgejahren teilweise wiederaufgebaut.
Im Jahr 2019 stellte die Textile Flechterei Gebske den Betrieb ein.


(Helmut Gebske/ LVR Kulturlandschaftspflege, 2022)

Internet
oberwipper.de (abgerufen am 07.12.2022)

Literatur

Berges, Manfred (2007)
Zur Industriegeschichte der "Oberen Wipper". In: Romerike Berge, Jahrgang 57, S. 19 ff.. Essen.

Schleiferei Wirth und Kunstwollspinnerei Ommer & Gebske in Wipperfließ

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Brucher Strasse 53
Ort
51709 Marienheide
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1400 bis 1858

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Schleiferei Wirth und Kunstwollspinnerei Ommer & Gebske in Wipperfließ”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/T-NF-20090424-0007 (Abgerufen: 6. Februar 2023)
Seitenanfang