Mutung Vulkan VI

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Ein Eisenerz-Vorkommen in Hückeswagen-Kammerforsterhöhe befindet sich im Flur 21, Parzelle 114.

Der erste, der unter dem Namen Vulkan VI das Feld mutete, war die Firma F. Hartkopf & Comp. aus Solingen. Das Feld fiel dann ins Freie. Überliefert sind dann die Mutung vom 5. September 1859 und die Feldesbesichtigungsverhandlung in Düsseldorf vom 10. September 1859. Hiernach beansprucht der Generalbevollmächtigte, Herr Carl Wilhelm Weiden aus Ehringhausen, für den Philipp Würzburger aus Bochum das Berg-Eigentum. Die Urkunde darüber wurde am 13.3.1860 vom Minister in Berlin ausgefertigt.

Aus dem Protokoll der Verhandlung vom 10.9.1859 geht weiteres hervor:
Der Fundpunkt wird durch eine Osthora 5 3/8 streichende, 32 Lachter lange, von der nordöstlichen Ecke des Hauses des vom Berg zu Kammerforsterhöh, gezogenen Orientierungslinie festgelegt und gründet sich auf ein 2 Fuß mächtiges Brauneisenstein-Lager von guter Qualität im Schiefer, welches bei einem Streichen in hora 4-5 südlich einfällt. Zwei weitere Eisenstein-Lager in mittelbarer Nähe des Fundpunktes hatten eine geringere Mächtigkeit.
Der Fundpunkt liegt in der Mitte der Fundgrube. Die Größe des Feldes beläuft sich auf 176136 Quadratlachter. Das Feld schnürt an die Grubenfelder Tubalcain VIII, X, XII und XIII, die im Besitz von Philipp Würzburger, Bochum sind, an.

Eine Förderung im Mutungsfeld hat noch nicht stattgefunden. Am 24. Mai 1864 legte Philipp Würzburger eine neue Mutung ein, da das Bergwerk wieder ins Freie fiel und erhielt dieses Feld am 10. Juni 1864 wieder verliehen.
Weiteres dazu siehe „Zusammenschluss unter Heinrichszeche“.

Am 27. Juni 1861 erfolgte die Consolidierung des Bergwerks „Vereinigte Vulkan“. Es umfasste die 16 Eisengruben Tubalkain I-IX, XII-XIII, Vulkan II-IV und Apollo VII, gelegen in den Gemeinden Hückeswagen und Wermelskirchen. Tubalkain VII und IX liegen unterhalb von Röttgen in der Mul und waren schon einmal verliehen.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Literatur

Berg, Siegfried (2007)
Heimischer Bergbau (nach einem bisher unveröffentlichten Manuskript von Wilhelm Blankertz (1942), überarbeitet und ergänzt von Siegfried Berg). (Sonderheft Leiw Heukeshoven. Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Hückeswagen.) o. O.

Mutung Vulkan VI

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1859
Koordinate WGS84
51° 08′ 40,6″ N, 7° 18′ 49,99″ O / 51.14461°, 7.31389°
Koordinate UTM
32U 382057.82 5667257.86
Koordinate Gauss/Krüger
2591986.23 5668555.71

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„Mutung Vulkan VI”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/T-NF-20080128-0184 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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