Ortschaft Wambach

Ortsteil der Gemeinde Schlangenbad

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bad Schwalbach, Schlangenbad, Taunusstein
Kreis(e): Rheingau-Taunus-Kreis
Bundesland: Hessen
Historische Siedlungsentwicklung
Zwischen Schlangenbad und Bad Schwalbach liegt Wambach im oberen Walluftal. Bei seiner ersten Erwähnung 1195 hieß der Ort Wagenbach. Wambach war bis ins 17. Jahrhundert ein reines Bauerndorf, erst mit der Entwicklung des Kurortes Schlangenbad kamen weitere Erwerbsmöglichkeiten hinzu. Um 1830 zählte man hier 75 Familien mit 294 Einwohnern, 1992 rund 1000 Einwohner.

Oberhalb Wambachs liegt an der Straße zwischen Hoher Wurzel und Bad Schwalbach die Grobweiler Schanze, wahrscheinlich durch die Landgrafen von Hessen im Dreißigjährigen Krieg angelegt, um an der Grenze zwischen Hessen und Nassau den Zugang zum Rhein zu sichern. Es gab zwei Höfe sowie seit 1703/04 eine hessische Zollstätte; unweit davon entstand eine nassauische Zollstation, die 1774 nach dem Chausseehaus (Wiesbaden) verlegt wurde. Die Wambacher Mühle südlich des Dorfes (um 1800 Grosmühle, dann Dauersmühle) wurde 1750 als Mahlmühle errichtet und nach Brand 1888 neu aufgebaut.

Historische Ortsstruktur
Die Entwicklung des Ortskernes zeigt eine von der Bedeutung überörtlicher Verkehrswege abhängige Schwerpunktverlagerung. Im 18. Jahrhundert auf die Verbindung Walluftal-Schanze (südliche Schwalbacher Straße, Obergasse) konzentriert, erfolgte im 19. Jahrhundert die Ausweitung besonders an der nun ausgebauten Landstraße nach Bad Schwalbach, was sich auch an dem zunächst in Randlage errichteten Rathaus verdeutlichte (LfDH 2003, S. 515).

Kulturdenkmale (Auswahl)
  • Schwalbacher Straße 25: Rathaus; 1876 (Datum in der Wetterfahne) als Rathaus und Feuerwehrgerätehaus errichtet; verputzter, traufständiger Massivbau auf Rechteckgrundriss mit verschiefertem Uhrendachreiter; an der südlichen Giebelseite hölzerne, verglaste Eingangsvorhalle, an der Nordseite Feuerwehrgeräteschuppen mit verbreitertem Schlauchturm; dominierender Bau an der Ortsdurchfahrt
  • Überformte Reste historischer Substanz im alten Ortskern (LfDH 2003, S. 515):
  • Schwalbacher Straße 8/10,14, Obergasse 5: veränderte und verputzte, teilweise verschieferte Fachwerkbauten des 18. Jahrhunderts

(Landesamt für Denkmalpflege Hessen, 2012)

Literatur

Söder, Dagmar / Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) (Hrsg.) (2003)
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen: Rheingau-Taunus-Kreis II. (Altkreis Untertaunus). Wiesbaden.

Ortschaft Wambach

Schlagwörter
Ort
Wambach
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1195
Koordinate WGS84
50° 06′ 57,6″ N, 8° 06′ 6,32″ O / 50.116°, 8.10176°
Koordinate UTM
32U 435780.91 5551914.47
Koordinate Gauss/Krüger
3435830.23 5553695.85

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„Ortschaft Wambach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/P-FR-20091008-0008 (Abgerufen: 14. Dezember 2017)
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