Motte Zehnbachhaus bei Schmidtheim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie
Gemeinde(n): Dahlem (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Motte Zehnbachhaus bei Dahlem-Schmidtheim (2006)

    Motte Zehnbachhaus bei Dahlem-Schmidtheim (2006)

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Die heute noch sichtbare Anlage der Motte Zehnbachhaus besteht aus einem Hügel, umgeben von einem kreisrunden Wassergraben. Sie geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, die man zum Schutz in der feuchten, schwer zugänglichen Niederung der Urft und des Zehnbachs errichtete. Die Bezeichnung „Motte“ für diesen Burgentyp kommt aus dem Französischen.

Die Motte Zehnbachhaus
Im Vergleich zu den zahlreichen Höhenburgen sind Niederungsburgen, wie Motte Zehnbachhaus, in der Eifel seltener anzutreffen. Eine Vorburg ist hier nicht nachgewiesen, könnte sich aber im Südwesten der Anlage befunden haben. 2007 führte das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland eine archäologische Untersuchung am Hügel durch. Die Schüttungslagen aus Boden und Gesteinsschutt wurden sichtbar. Es handelt sich hierbei um den Aushub aus dem Graben, der den Hügel umgibt. Funde von Eisenschlacke belegen einen Zusammenhang der Anlage mit der Verhüttung lokaler Eisenerze.

Der Name der adligen Familie, die in Zehnbachhaus saß, ist nicht überliefert.

Was ist eine Motte?
Eine Motte ist ein mittelalterlicher Burgentyp. Er besteht aus einem künstlich aufgeschütteten kegelförmigen Erdhügel, der Hauptburg, und einer ebenerdigen Vorburg. Auf dem Hügel stand einst ein turmartiger Holzbau – der Wohnsitz und Zufluchtsort einer adligen Familie. Die Vorburg beherbergte landwirtschaftliche Gebäude, Werkstätten und Unterkünfte der Leute des Burgherrn. Haupt- und Vorburg waren von Wassergräben umgeben, zusätzlich schützten Palisaden die Anlage.

Die ersten Motten entstanden im 10. Jahrhundert in Frankreich. Daher stammt auch der Name für diesen Burgentyp: Das Wort motte bezeichnet die Erd- oder Grassoden, mit denen der Hügel aufgeworfen wurde. Im 11. und 12. Jahrhundert waren Motten von Irland bis Polen und von Dänemark bis in den Alpenraum die bevorzugte Burgenform des Landadels. Sie waren relativ schnell aus Holz und Erde zu errichten und konnten auch von kleinen Besatzungen verteidigt werden.

Die Motte Zehnbachhaus ist eingetragenes Bodendenkmal (LVR-ABR EU 43).

Die Motte ist Bodendenkmal der ArchaeoRegion Nordeifel (Nr. 29).

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2013)

Motte Zehnbachhaus bei Schmidtheim

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Archäologische Grabung
Historischer Zeitraum
Beginn 1000 bis 1050, Ende 1150 bis 1200
Koordinate WGS84
50° 25′ 56,67″ N, 6° 35′ 3,67″ O / 50.43241°, 6.58435°
Koordinate UTM
32U 328444.96 5589498.29
Koordinate Gauss/Krüger
2541562.68 5588669.84

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„Motte Zehnbachhaus bei Schmidtheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-UM-20130327-0024 (Abgerufen: 14. November 2018)
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