Panzersperre über den Grölisbach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie
Gemeinde(n): Roetgen
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (2009)

    Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (2009)

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  • Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (2009)

    Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (2009)

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  • Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (2008)

    Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (2008)

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  • Regelbauten des Westwalls: Zeichnung von Querschnitt (oben) und Grundriss (unten) eines Betonhöckerhindernisses 1939 (aus Manfred Groß, Der Westwall, 1989).

    Regelbauten des Westwalls: Zeichnung von Querschnitt (oben) und Grundriss (unten) eines Betonhöckerhindernisses 1939 (aus Manfred Groß, Der Westwall, 1989).

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  • Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen

    Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen

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  • Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (1945)

    Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (1945)

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  • Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (2009)

    Panzersperre über den Grölisbach bei Roetgen (2009)

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Die Panzersperre bei Roetgen gehört zu einer Ausbauphase des Westwalls von 1939, die die Stadt Aachen einschloss („Vorstellung Aachen“). Roetgen war der erste Ort in Deutschland, der von amerikanischen Truppen eingenommen wurde. Der 3. US-Panzer-Division gelang hier am 13. September 1944 der erste Durchbruch durch den Westwall.

Der Westwall
Nach dem Ersten Weltkrieg bauten viele Staaten in Europa aufwändige Grenzbefestigungen. Man glaubte, durch die abschreckende Wirkung dieser modernen Verteidigungsanlagen Konflikte in Zukunft verhindern zu können. Der Ausbau an der deutschen Westgrenze erfolgte ab 1936 in mehreren Phasen. Von den Nationalsozialisten als „Schutz- oder Friedenswall im Westen“ propagiert, war der Westwall jedoch Teil der Kriegsvorbereitungen des Deutschen Reichs. Zu den heute noch sichtbaren Überresten des Westwalls zählen vor allem Panzersperren (Höckerlinien) und Bunker.

Die Panzersperre bei Roetgen
Die etwa 100 Meter lange, fünfzügige Panzersperre sollte die Talenge des Grölisbaches mit der von Roetgen nach Norden führenden Straße absperren. Das in Ost-West-Richtung verlaufende Bauwerk durchzieht das Wiesengelände westlich der Straße, überquert den Grölisbach und endet im Wald. Der Straßendurchlass konnte mit Drehschranken geschlossen werden. Auf der östlichen Straßenseite ist eine Mauer mit zum Hang hin abknickendem Verlauf erhalten. Durch diese war das Schussfeld für einen Maschinengewehrbunker frei, der 70 Meter südöstlich der Schranke lag. Er sollte die Sperre gegen Sprengtrupps sichern.

Durchbruch der US-Armee
Am 12. September 1944 besetzten amerikanische Verbände das belgische Raeren. Eine Abteilung der 3. US-Panzer-Division überschritt um 14.51 Uhr westlich von Roetgen die Grenze. Die Deutschen sprengten daraufhin die Brücke über den Schleebach und schlossen die Schranken der Panzersperre. Es folgten mehrere vergebliche Vorstöße der Amerikaner. Am Morgen des 13. Septembers wurde der Sperrenbereich schließlich eingenommen und der Weg Richtung Rott und den Raum Walheim war frei.

Die Panzersperre bei Roetgen ist eingetragenes Bodendenkmal (LVR-ABR AC 98).

Die Panzersperre bei Roetgen ist Bodendenkmal der ArchaeoRegion Nordeifel (Nr. 3).

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2013)

Literatur

Groß, Manfred; Rohe, Horst; Rolf, Rudi; Wegener, Wolfgang (1998)
Der Westwall. Vom Denkmalwert des Unerfreulichen (2. Auflage). (Führer zu archäologischen Denkmälern des Rheinlandes 2.) S. 223-225, Köln, Bonn.
Hoppe, Wiebke / Wegener, Wolfgang (2014)
Archäologische Kriegsrelikte im Rheinland. (Führer zu archäologischen Denkmälern im Rheinland 5.) S. 196-197, Essen.

Panzersperre über den Grölisbach

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1939, Ende 1945
Koordinate WGS84
50° 39′ 28,05″ N, 6° 12′ 17,95″ O / 50.65779°, 6.20499°
Koordinate UTM
32U 302451.19 5615499.08
Koordinate Gauss/Krüger
2514539.24 5613597.94

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„Panzersperre über den Grölisbach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-UM-20130327-0003 (Abgerufen: 19. August 2018)
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