Kettwiger Umstand

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen), Mülheim an der Ruhr
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen), Mülheim an der Ruhr
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Bezeichnung „Kettwiger Umstand“ beschreibt den um das frühere Dorf Kettwig „herum stehenden“ bäuerlichen Siedlungsstandort und ist spätestens seit 1641 urkundlich belegt. Die darin gelegen Höfe waren zum Teil erheblich älter, so z.B. die „Berchemer Höfe“.

Zur neuzeitlichen Geschichte bemerkt der Heimatforscher Herbert Schmitz:
„Die Honnschaft Kettwiger Umstand besaß - lagebedingt - immer eine enge Beziehung zum Dorf Kettwig. Dort besuchten die evangelischen Bürger auch die Kirche, während die katholischen nach der Kettwiger Reformation nach Werden auswichen. Erst 1803 wurde die heutige katholische Gemeinde in Kettwig wieder neugegründet.
Als 1808 die Verwaltungsorganisation des Großherzogturns Berg eingeführt wurde, bildete das Dorf Kettwig mit den 6 Honnschaften Kettwiger Umstand, Bredeney, Heisingen, lckten, Roßkothen und Schuir eine Verwaltungseinheit. Aus dem Dorf wurde 1857 die Stadt Kettwig, und es erfolgte die Trennung der Verwaltung in die Bürgermeistereien Kettwig-Stadt und Kettwig-Land. Am 3. April 1875 wurde die Gemeinde Umstand aufgelöst, wobei die Flur C mit der Stadt Kettwig vereinigt wurde, während der Rest zu der neu gegründeten Gemeinde Dreihonnschaften (Kettwiger Umstand, Ickten, Roßkothen) kam.
1903 wurden wieder 52 Hektar von Kettwiger Umstand zu Gunsten der Stadt Kettwig abgetrennt. 1929 löste man die Bürgermeisterei Kettwig-Land auf und bezog den Rest von Kettwiger Umstand endgültig in die Stadt Kettwig ein, die am 1. Januar 1975 in die Stadt Essen eingemeindet wurde.“

(Karl-Heinz Buchholz, LVR-Fachbereich Umwelt, 2010)

Literatur

Schmitz, Herbert (1998)
Bredeney - Rittersitze, Höfe, Kotten und ihre Bewohner. Ein Beitrag zur Siedlungsgeschichte. S. 145, Bottrop, Essen.

Kettwiger Umstand

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1641, Ende nach 1929
Koordinate WGS84
51° 22′ 33,75″ N, 6° 56′ 22,57″ O / 51.37604°, 6.9396°
Koordinate UTM
32U 356601.35 5693658.24
Koordinate Gauss/Krüger
2565465.85 5693900.9

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„Kettwiger Umstand”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-S-KHB-20100204-0004 (Abgerufen: 25. September 2017)
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