Bahnhof Bönninghardt

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Alpen
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Undatiertes Foto des Bereichs hinter dem Bahnhof Bönninghardt, im Hintergrund die Kirche (vermutlich 1930er bis 1940er Jahre).

    Undatiertes Foto des Bereichs hinter dem Bahnhof Bönninghardt, im Hintergrund die Kirche (vermutlich 1930er bis 1940er Jahre).

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  • Bahnhof Bönninghardt in Alpen (2012)

    Bahnhof Bönninghardt in Alpen (2012)

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  • Bahnhof Bönninghardt in Alpen (2012)

    Bahnhof Bönninghardt in Alpen (2012)

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  • Bedienstete des Bahnhof Bönninghardt: Historisches Foto aus den 1930er Jahren.

    Bedienstete des Bahnhof Bönninghardt: Historisches Foto aus den 1930er Jahren.

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Die Bahnlinie von Wesel über Geldern nach Venlo wurde am 31. Dezember 1874 eröffnet. Diese durchquerte zwischen Menzelen und Issum den Höhenzug der Bönninghardt. In dieser unfruchtbaren Region mit sandigen und kiesigen Böden siedelten sich im späten 18. Jahrhundert ehemalige pfälzische Auswanderer aus Pfalzdorf und anderen niederrheinischen Orten an. Zur Ansiedlung der Auswanderer und zur Urbarmachung der Heide wurden mit Mitteln der preußischen Regierung feste Häuser errichtet, eine Haltestelle an der Bahnlinie nach Venlo gebaut und diese am 1. Juli 1885 für den Personenverkehr eröffnet. Durch die Kultivierung der Landwirtschaft zusammen mit dem Bau der Siedlung, der Kirche und des Bahnhofes stieg der Lebensstandard in dieser abgelegenen Region. Allerdings nahm man erst 1895 eine Güter-Ladestelle in Betrieb.
Die Bahnlinie, einst als Teil der Verbindung von Paris nach Hamburg geplant, hatte zumeist nur lokale Bedeutung. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde das zweite Gleis zurückgebaut und die Strecke zur Nebenbahn.

Kurz nach 1900 wurde die Haltestelle und die Ladestelle zum Bahnhof erweitert (Streckenkilometer 57,7). Er lag unmittelbar südlich der Straße von Alpen nach Sonsbeck, eingeschnitten in das Gelände. Der lang gestreckte Bahnhof hatte nach einem Gleisplan von 1940 zwei Bahnsteige mit drei Gleisen für den durchgehenden Verkehr. Der Güterschuppen mit Laderampe lag nördlich der Gleise, mit einem Anschlussgleis. Nach Osten schloss sich hier der lange Holzlagerplatz an. Das Bahnhofsgebäude, nach 1900 errichtet, ist noch als Wohnhaus erhalten.

Nach der Zerstörung der Weseler Rheinbrücke im Zweiten Weltkrieg verlor die Bahnstrecke die überregionalen Anschlüsse. Der Bahnverkehr in Bönninghardt wurde am 29. Mai 1960 stillgelegt.

(Claus Weber, LVR-Reaktion KuLaDig, 2017)

Internet
de.wikipedia.org: Bahnstrecke Haltern–Venlo (Abgerufen: 10. Juni 2012)
de.wikipedia.org: Bönninghardt (Abgerufen: 10. Juni 2012)
NRW Bahnarchiv von André Joost: Bahnhof Bönninghardt (Abgerufen: 2.7.2017)

Literatur

Barthels, Thomas (2008)
Bahnhöfe im Rheinland zur Reichsbahnzeit. S. 22, Mönchengladbach.
Barthels, Thomas / Möller, Armin / Barthels, Klaus (2007)
Bahnen am Niederrhein. Eine Bestandsaufnahme der Eisenbahnen am Niederrhein zwischen Arnhem und Rommerskirchen, Venlo und Oberhausen. S. 80-81, Mönchengladbach.
Höpfner, Haus-Paul (1986)
Eisenbahnen. Ihre Geschichte am Niederrhein. S. 68-73, Duisburg.
Swoboda, Rolf (2010)
Die Venloer Bahn. Von Haltern über Wesel nach Venlo. S. 111-115, Berlin.

Bahnhof Bönninghardt

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Bönninghardter Straße
Ort
Alpen - Bönninghardt
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1885, Ende 1960
Koordinate WGS84
51° 34′ 24,67″ N, 6° 28′ 3,25″ O / 51.57352°, 6.46757°
Koordinate UTM
32U 324512.9 5716644.7
Koordinate Gauss/Krüger
2532458.99 5715555.82

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Bahnhof Bönninghardt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-CW-20110829-0025 (Abgerufen: 23. Februar 2018)
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