Gutehoffnungshütte (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 088)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Eingangsbereich zum Gasometer Oberhausen (2009).

    Der Eingangsbereich zum Gasometer Oberhausen (2009).

    Copyright-Hinweis:
    Knod, Beate
    Fotograf/Urheber:
    Beate Knod
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die Gutehoffnungshütte und ihr Umfeld sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Wirtschafts- und sozialgeschichtlich überregional bedeutende montanindustrielle Kulturlandschaft, Reste der ehemaligen Gutehoffnungshütte – GHH (VDL 2010)-

Nördlich der Emscher in Osterfeld und Sterkrade: St. Antony-Hütte von 1758 (älteste des Ruhrgebiets, Keimzelle der GHH) mit Kontor und Hüttenleitergebäude (19. Jahrhundert) sowie ergrabener Hüttenanlage (LVR-Industriemuseum), Betriebswasserteiche am Elpenbach von 1800 zu Parkanlagen umgestaltet.

Zeche Osterfeld: bauliche Reste auf Schacht 1/3: Torhäuser und neubarockes Verwaltungsgebäude von 1913; Fördergerüst von 1950 als Landmarke; Kokskohlenvergleichmäßigungsanlage von 1980 (größte freitragende Holzhalle Europas); auf Schacht 4 sehr seltene Turmförderanlage von 1924, Kaue, Magazin, Verwaltung.

Werksiedlungen Eisenheim (ab 1844, älteste im Ruhrgebiet; 1972 erste Bürgerinitiative zur Rettung von Bergbaukolonien) und Stemmersberg (1902–04) mit Jugendhaus von 1910/11 (Architekt Bruno Möhring), Birkenhofsiedlung der 1920er Jahre, katholische Kirche St. Josef („Heidekirche“), Volksgarten Osterfeld.

Südlich der Emscher in (Alt-)Oberhausen: Reste der ehemaligen Gutehoffnungshütte: Werkbauten an der Essener Straße, u.a. Werksgasthaus (1914, Architekt Carl Weigle), Hauptverwaltungsgebäude III und Zentrallager von 1921–25 unter Bauhaus-Einfluss (Architekt Peter Behrens), Turbinenhalle; Wasserturm; Gasometer von 1928/29, damals größter Scheibengasbehälter Europas, heute Ausstellungshalle mit 110 m hoher Aussichtsplattform; Landmarke und Wahrzeichen des westlichen Ruhrgebiets.

Gegenüber Schloss Oberhausen für leitende Mitarbeiter der GHH die Beamtenkolonie Am Grafenbusch, 1910–23 nach Entwürfen von Architekt Bruno Möhring, Berlin: großbürgerliches Wohnquartier im englischen Landhausstil aus Villen, Doppelhäusern, Hauszeile und zentralem Platz, eingebunden in weiträumiges parkartiges Grün.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern von Strukturen und tradierten Nutzungen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Bereichen
  • Bewahren und Sichern von Elementen, Strukturen, Nutzungen sowie Ansichten und Sichträumen von historischen Objekten
  • Wahren als landschaftliche Dominante
Aus: Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr, 2014

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr (Abgerufen: 04.04.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2014)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 136, Köln, Münster.
Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland (VDL) (Hrsg.) (2010)
Historische Städte in Deutschland. Stadtkerne und Stadtbereiche mit besonderer Denkmalbedeutung. Eine Bestandserhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen der Begleitforschung zum Programm Städtebaulicher Denkmalschutz. (Berichte zu Forschung und Praxis der Denkmalpflege in Deutschland 17a.) Petersberg.

Gutehoffnungshütte (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 088)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2012
Koordinate WGS84
51° 30′ 8,66″ N, 6° 52′ 10,77″ O / 51.50241°, 6.86966°
Koordinate UTM
32U 352142.63 5707848.5
Koordinate Gauss/Krüger
2560428.93 5707899.23

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Gutehoffnungshütte (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 088)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89938-20140406-288 (Abgerufen: 18. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang