Oberhausen (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 093)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Eingangsbereich zum Gasometer Oberhausen (2009).

    Der Eingangsbereich zum Gasometer Oberhausen (2009).

    Copyright-Hinweis:
    Knod, Beate
    Fotograf/Urheber:
    Beate Knod
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Der Peter-Behrens-Bau, ehemaliges Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte, heute Zentraldepot der LVR-Industriemuseen in Oberhausen (2009).

    Der Peter-Behrens-Bau, ehemaliges Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte, heute Zentraldepot der LVR-Industriemuseen in Oberhausen (2009).

    Copyright-Hinweis:
    Schiblon, Andreas / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Andreas Schiblon
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Blick vom Gasometer Oberhausen in Richtung Südosten auf die Neue Mitte / Centro Oberhausen (2009).

    Blick vom Gasometer Oberhausen in Richtung Südosten auf die Neue Mitte / Centro Oberhausen (2009).

    Copyright-Hinweis:
    Knod, Beate
    Fotograf/Urheber:
    Beate Knod
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Oberhausen und sein Umfeld sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Planmäßig angelegte Industriestadt der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts im westlichen Ruhrgebiet (VDL 2010): Keimzelle der Stadt im Bereich des Bahnhofs der Köln-Mindener Eisenbahn (1846) und einiger Industrieanlagen auf der Lipperheide; erhalten nordwestlich der Bahngleise die Anlagen der Zink Altenberg (LVR-Industriemuseum) und die Siedlung Gustavstraße.

Planmäßige Stadtanlage ab 1865 auf rechtwinkligem Grundriss mit katholischer Kirche am Altmarkt, spätklassizistischer evangelischer Christuskirche (1863/64, Architekt Max Nohl, Köln; erste Kirche in Deutschland mit gusseiserner Innenkonstruktion, verändert) und Schule von 1857; städtebauliche und architektonische Entwicklungsschübe um 1900 und Ende der 1920er Jahre.

Nach Aufgabe von Fabrikanlagen herausragende Innenstadtkonzeption der 1920er Jahre mit Parkanlagen und repräsentativen öffentlichen und gewerblichen Bauten auf ehemaligen Industriegeländen: in expressionistischen Formen oder in Formen des Neuen Bauens; Bahnhof von 1929/30 mit hohem Wasserturm (Architekt Paul Hermann), gegenüber ehemaliges Hotel Ruhrland (1931); am Grillopark monumentalexpressionistisches Rathaus von 1927–31 (Architekt Ludwig Freitag); am Friedensplatz Polizeipräsidium mit umliegender Bebauung, u.a. auch Amtsgericht und Europahaus (Architekt Hans Schwippert); Bert-Brecht-Haus, ehemaliges Warenhaus Tietz / Ruhrwachthaus, von 1925–28 in expressionistischen Formen (Architekt Otto Scheib); repräsentative Wohnhäuser am Grillopark und Königshüttenpark.

Gründerzeitliches Stadtquartier von 1900 um St. Marien (1891–94, Architekt Friedrich von Schmidt).

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern von Strukturen und tradierten Nutzungen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Bereichen
  • Bewahren und Sichern von Elementen, Strukturen, Nutzungen sowie Ansichten und Sichträumen von historischen Objekten
  • Wahren als landschaftliche Dominante
Aus: Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr, 2014

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr (Abgerufen: 04.04.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2014)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 138, Köln, Münster.
Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland (VDL) (Hrsg.) (2010)
Historische Städte in Deutschland. Stadtkerne und Stadtbereiche mit besonderer Denkmalbedeutung. Eine Bestandserhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen der Begleitforschung zum Programm Städtebaulicher Denkmalschutz. (Berichte zu Forschung und Praxis der Denkmalpflege in Deutschland 17a.) Petersberg.

Oberhausen (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 093)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2012
Koordinate WGS84
51° 28′ 24,43″ N, 6° 51′ 23,5″ O / 51.47345°, 6.85653°
Koordinate UTM
32U 351136.98 5704655.62
Koordinate Gauss/Krüger
2559554.81 5704667.29

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Oberhausen (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 093)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89937-20140406-287 (Abgerufen: 18. August 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang