Gevelsberger und Hagener Stadtwald (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 386)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Ennepetal, Gevelsberg, Hagen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Der Gevelsberger und Hagener Stadtwald und sein Umfeld sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Historischer Waldstandort, insbesondere im Gevelsberger Stadtwald seit 1840 nahezu komplett überlieferte Waldränder. Hohes Alter des Buchenwaldbestandes im Gevelsberger Stadtwald (40 % des Bestandes sind über 120 Jahre alt), Relikte der ehemaligen Niederwaldwirtschaft an den Kuppen und Oberhängen des Gevelsberger Stadtwaldes, überwiegend persistentes Wegenetz, historische Steinbrüche westlich und östlich von Oberstenberg; Obstweiden bei Oberstenberg.

Archäologisch bedeutend sind Bergbaurelikte und ein ehemaliger Flachsteich. In den Bachauen persistentes Grünland. Forsthausstandort im Deerth als Zeugnis der Forstgeschichte. Bedeutend auch die persistente Siedlungsinsel am Goldberg.

Freistehender Kaiser-Friedrich-Turm (errichtet 1910) aus Bossenquadermauerwerk weit sichtbar auf einer Anhöhe gelegen.

Eugen-Richter-Turm: Gedenkturm, bossierter Quaderbau mit zwei schlanken Türmen und offener Vorhalle 1911 von Gustav Wenner, weit sichtbar. Bezug zum Bismarckturm auf dem Goldberg (errichtet 1901–02), weit sichtbar, Bossenquaderturm, 1900 nach dem Entwurf „Götterdämmerung“ von Wilhelm Kreis.

Kluterthöhle bei Milspe: bereits im späten Mittelalter als Fluchthöhle genutzt, seit dem 18. Jahrhundert Kurgastbetrieb bei Atemwegserkrankungen (1954 staatlich anerkannter Badeort).

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern von Elementen, Strukturen, Nutzungen sowie Ansichten und Sichträumen von historischen Objekten
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges, insbesondere eine die Kulturlandschaftsrelikte erhaltende Waldbewirtschaftung
  • Wahren als landschaftliche Dominante
  • Sichern kulturgeschichtlich bedeutsamer Böden
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext
Aus: Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr, 2014

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr (Abgerufen: 04.04.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2014)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 232, Köln, Münster.

Gevelsberger und Hagener Stadtwald (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 386)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2012
Koordinate WGS84
51° 19′ 26,5″ N, 7° 23′ 32,68″ O / 51.32403°, 7.39241°
Koordinate UTM
32U 387986.82 5687085.81
Koordinate Gauss/Krüger
2597102.56 5688616.03

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„Gevelsberger und Hagener Stadtwald (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 386)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89724-20140406-74 (Abgerufen: 17. November 2018)
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