Preußische Festung auf der Karthause

Fort Großfürst Konstantin

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Das "Fort Großfürst Konstantin" im Koblenzer Stadtteil Karthause, ein Teil der preußischen Festung Koblenz (2009). Vorne rechts im Bild der Kehlturm unterhalb des Forts.

    Das "Fort Großfürst Konstantin" im Koblenzer Stadtteil Karthause, ein Teil der preußischen Festung Koblenz (2009). Vorne rechts im Bild der Kehlturm unterhalb des Forts.

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    Fotograf/Urheber:
    Holger Weinandt
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  • Kupferstich der Kartause Koblenz von C. Dupuis (Abbildung aus Joseph Gregor Lang, Reise auf dem Rhein, 1789). Der ursprüngliche Beatusberg wurde durch den Orden der Kartäuser geprägt, die hier zwischen 1331 und 1802 eine Niederlassung (Kartause) hatten.

    Kupferstich der Kartause Koblenz von C. Dupuis (Abbildung aus Joseph Gregor Lang, Reise auf dem Rhein, 1789). Der ursprüngliche Beatusberg wurde durch den Orden der Kartäuser geprägt, die hier zwischen 1331 und 1802 eine Niederlassung (Kartause) hatten.

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    gemeinfrei / public domain
    Fotograf/Urheber:
    C. Dupuis; Joseph Gregor Lang
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Im Rahmen des Baus der Preußischen Großfestungsanlage Koblenz wurde zwischen 1822-1827 das Fort Großfürst Konstantin (kurz: Fort Konstantin) auf der Karthause gebaut. Es diente damals der unmittelbaren Sicherung der weiter westlich gelegenen Feste Kaiser Alexander und entstand auf dem ehemaligen Klostergelände am nordöstlichen Steilhang des Karthäuserberges. Mit der Feste Kaiser Alexander ist das Fort durch einen 550 Meter langen unterirdischen gewölbten Gang verbunden. Benannt wurde das Fort nach dem Bruder des russischen Zaren Alexander I., Konstantin Pawlowitsch Romanow (1779-1831).
Auffällig am heute noch fast vollständig erhaltenen Komplex ist der in den Fels gebaute, kasemattierte Turm, auch Kehlkaponniere genannt. Während des Zweiten Weltkrieges diente die umgebaute Anlage als Bunker - im Turm befanden sich Luftschutz und Polizei.

Nachdem sich seit den 1960er Jahren immer wieder Obdachlose Familien im Fort aufhielten und die Stadt dem Verfall der Bausubstanz zusah, gründete sich 1994 der Verein Pro Konstantin, der eine Sanierung des Fort auf den Weg brachte und das Areal wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Im Kehlturm befindet sich heute das Rheinische Fastnachtsmuseum.

(Tobias Bauer, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Internet
www.fort-konstantin.de: Fort Konstantin (abgerufen 25.08.2013)
www.fastnachtsmuseum-koblenz.de: Rheinisches Fastnachtsmuseum (abgerufen 25.08.2013)

Literatur

Bellinghausen, Hans (1971)
2000 Jahre Koblenz. Geschichte der Stadt an Rhein und Mosel. Boppard.
Michel, Fritz (1954)
Die Kunstdenkmäler der Stadt Koblenz. München, Berlin.

Preußische Festung auf der Karthause

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Römerstraße / Simmerner Straße
Ort
56075 Koblenz - Karthause
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1822 bis 1827
Koordinate WGS84
50° 21′ 2,11″ N, 7° 35′ 10,79″ O / 50.35059°, 7.58633°
Koordinate UTM
32U 399426.98 5578567
Koordinate Gauss/Krüger
3399461.87 5580358.72

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„Preußische Festung auf der Karthause”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-72738-20130826-3 (Abgerufen: 19. August 2018)
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