Keppelsche Landwehr

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bedburg-Hau, Goch
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Historische Skizzen vom Lyrsboom und dem Sneppenboom (Schlagbäumen) an der Keppelschen Landwehr im Kreis Kleve

    Historische Skizzen vom Lyrsboom und dem Sneppenboom (Schlagbäumen) an der Keppelschen Landwehr im Kreis Kleve

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Wenige hundert Meter östlich des Tannenbuschs verläuft ein Stück der alten Keppelschen Landwehr. Immer noch markiert diese wahrscheinlich im Spätmittelalter angelegte Landwehr die Gemeindegrenze zwischen Bedburg-Hau und Goch. Graf Adolf II. ließ die Landwehr um 1400 zur Landesverteidigung anlegen, ihre Durchlässe waren durch bewachte Schlagbäume gesichert. Einer ihrer Durchgänge, der „Sneppenboom“ oder Schneppenbaum, stand Pate bei der Namensgebung für die gleichlautende Ortschaft. Ein Durchlass des Schlagbaums wurde nach dem Bauer Derik Sneppe, der hier zu Beginn des 15. Jahrhunderts wohnte, „Sneppenboom“ benannt.

Insgesamt sind noch sechs mit Gehölz bestandene Restabschnitte (insgesamt 970 Meter lang) der Landwehr in einer Breite von jeweils 10 bis 20 Metern in der offenen Landschaft erhalten geblieben. Laut Landschaftsplan ist der „meist waldartige Gehölzbestand (...) oft mehrstämmig bzw. aus Stockausschlag hervorgegangen und besteht vorwiegend aus Eichen, Vogelkirschen sowie Buchen. Eine Strauchschicht ist zumindest im Randbereich meist geschlossen ausgebildet“ (Landschaftsplan Kreis Kleve. Gocher Heide Nr. 7, S. 86). Im Biotopkataster NRW ist der Gehölzbestand der Landwehr als schutzwürdiges Biotop erfasst.

(Bernward Selter, Münster, 2013)

Literatur

Gorissen, Friedrich (1952)
Kleve. (Niederrheinischer Städteatlas, 1. Reihe: Klevische Städte, Heft 1 / Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde 51.) 4, Kleve.
Heusch-Altenstein, Annette / Landschaftsverband Rheinland (Referat Umweltschutz, Landespflege) (Hrsg.) (1992)
Kulturlandschaftspflege im Rheinland. Beitrag zur Erhaltung und Pflege historisch geprägter Kulturlandschaften. Pilotprojekt Bedburg-Hau/Niederrhein. (Beiträge zur Landesentwicklung 47.) S. 18, Köln.
Jörissen, Josef (1990)
Chronik der Gemeinde Bedburg-Hau. Kleve.
Kreis Kleve (Hrsg.) (2010)
Landschaftsplan Kreis Kleve. Gocher Heide Nr. 7. Textliche Darstellungen und Festsetzungen.. 86, Kleve. Online verfügbar: http://www.kreis-kleve.de/c12570cb0037ac59/files/lp07_gocher_heide_textliche_darstellungen.pdf/$file/lp07_gocher_heide_textliche_darstellungen.pdf?openelement, abgerufen am 18.05.2013
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Hrsg.) (o.J.)
Biotopkataster NRW. Nr. BK-4203-018 und BKBK-4203-002, Recklinghausen. Online verfügbar: http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/bk/de/start , abgerufen am 18.05.2013

Keppelsche Landwehr

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, keine Angabe
Historischer Zeitraum
Beginn 1375 bis 1425
Koordinate WGS84
51° 43′ 36,04″ N, 6° 12′ 16,36″ O / 51.72668°, 6.20455°
Koordinate UTM
32U 306941.71 5734338.07
Koordinate Gauss/Krüger
2514176.29 5732512.18

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„Keppelsche Landwehr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-65506-20130518-2 (Abgerufen: 19. November 2018)
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