Steinmühle, Hohemarktstraße 60-70, (Oberursel)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Gemeinde(n): Oberursel (Taunus)
Kreis(e): Hochtaunuskreis
Bundesland: Hessen
Im Kronberger Verzeichnis von 1854 wird sie als Mahlmühle mit zwei Gängen und einer Sägemühle des Wilhelm Neuhof geführt, die 1845 (Vorbesitzer oder Besitzer des Grundstücks war Sebastian Hain) erbaut wurde. Neuhof muss sie an Leo Eif(f)ler verkauft haben. 1862 nennt Emminghaus die Mühle einfach „Steinmühle“, unter diesem Namen mit dem Zusatz „nebst Holzschneid- und Hanfreibe“ ist sie auch im Nassauischen Staats- und Adreßhandbuch (dort allerdings schon ab 1838) verzeichnet, dabei könnte es sich 1876-1895 um die Holzschneidemühle Gustav Schmidt (?), ab 1886 auch um die Schuhfabrik und ab 1900 um ein Sägewerk (E. Vetter?) handeln. Hier herrscht noch Nachforschungsbedarf.

Im Taunusboten von 9.4.1865 zeigen die Gebrüder Rompel an, dass sie die Mühle des Herrn Leo Eifler gekauft haben und die darin befindliche Holzschneidemühle weiter betreiben wollen. Im Juni 1865 erscheint im Intelligenzblatt das Gesuch der Gebrüder Rompel, den Urselbach unterhalb ihrer vom Vorbesitzer Eifler erworbenen Mahl- und Schneidemühle teilweise zu verlegen, um dort einen Kupferhammer zu errichten. Nach Petran weiß August Korf zu berichten, dass zwischen 1863 und 1873 die Steinmühle als Kupferhammer betrieben sein soll „als
Zweigwerk des älteren Kupferhammers, etwa 1,3 Kilometer bachaufwärts“. Wenn das Gesuch auf Neuerrichtung eines Kupferhammers unterhalb der Steinmühle genehmigt worden ist, müsste es sich um einen weiteren Betrieb handeln, der allerdings nur wenige Jahre gearbeitet haben kann. Auch Mengel nennt für die Zeit von 1865 bis 1873 die Steinmühle als Standort eines Kupferhammers, in dem Kupferrohre und Kessel hergestellt wurden. Man kann aber eher davon ausgehen, dass es sich um zwei getrennte Betriebe gehandelt hat.

Über die weitere Entwicklung der Steinmühle, die von ständigem Betriebswechsel geprägt ist nach Niederlegung des eigentlichen Mühlenbetriebs, berichtet Petran ausführlich. In der heutige Nutzung dient es als Betriebsgebäude der Firma Rolls-Royce.

Im Verzeichnis der Wohnplätze von 1880: 1 Wohnhaus, 10 Einwohner. (Mühlensignatur 04.M10)

(Universität Koblenz-Landau, Geographie / Kreisarchiv des Hochtaunuskreises und Förderverein des Kreisarchivs e.V., 2012)

Quelle
Recherche Berg (Mühlensignatur 04M10)

Literatur

Kreisarchiv des Hochtaunuskreises (Hrsg.) (2012)
Mühlen im Hochtaunuskreis: Urselbach, Westerbach, Rentbach, Rombach/Liederbach, Dattenbach, Emsbach, Weil, Wiesbach, Literatur- und Abbildungsverzeichnis. (Mühlen im Hochtaunuskreis: Historische Standorte, Wasserläufe, Betriebe und Betreiber, eine Dokumentation - begründet von Reinhard Michel, fortgeführt von von Ingrid Berg und Alexander Wächtershäuser, Band 2.) Bad Homburg v.d. Höhe.

Steinmühle, Hohemarktstraße 60-70, (Oberursel)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1838, Ende 1930
Koordinate WGS84
50° 12′ 36,5″ N, 8° 34′ 5,52″ O / 50.21014°, 8.5682°
Koordinate UTM
32U 469189.31 5562084.57
Koordinate Gauss/Krüger
3469251.84 5563870.21

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„Steinmühle, Hohemarktstraße 60-70, (Oberursel)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-59283-20130117-4 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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