Mühle und Lederfabrik Stadermann

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Gemeinde(n): Oberursel (Taunus)
Kreis(e): Hochtaunuskreis
Bundesland: Hessen
Im Kronberger Verzeichnis der Oberurseler Mühlen von 1854 wird die Mühle des Conrad Becker geführt, die 1837 erbaut wurde. Es handelt sich um eine Mahlmühle mit zwei Gängen, die das ganze Jahr über betrieben wird. Der Mahlmüller Conrad Becker wird nach Petran 1850 im Spezialgewerberegister geführt, ebenfalls 1866 im Gewannenund Lagerbuch. 1862 nennt Emminghaus die Mühle des Herrn Becker. Nach Petran ist sie auch als Schudt’sche Mühle bekannt; Baeumerth nimmt allerdings an, dass es sich bei der Schudt-Mühle um einen separaten Standort gehandelt hat. Verkauf 1896 an Ludwig Zimmermann und Julius Stadermann, die dort eine Gerberei und Färberei einrichten. Die Spezialleder (Reptil-, Schlangen- und Straußleder, später auch Krokodilleder) finden in ganz Europa Absatz.

1922 wird das Gefälle für das Wasserrad mit 4,10 Meter festgestellt. Die Firma übersteht den Zweiten Weltkrieg, beginnt 1945 mit amerikanischer Lizenz und hat 1952 bereits wieder 75 Mitarbeiter. 1960 muss wegen Wassermangels das Wasserrad still gelegt werden; die Produktion wird 1975 eingestellt. Jetzt Bildungszentrum einer Bank.

Im Verzeichnis der Wohnplätze von 1880: 1 Wohnhaus, 7 Einwohner

(Universität Koblenz-Landau, Geographie / Kreisarchiv des Hochtaunuskreises und Förderverein des Kreisarchivs e.V., 2012)

Quelle
Recherche Berg (Mühlensignatur 04.M06)

Literatur

Kreisarchiv des Hochtaunuskreises (Hrsg.) (2012)
Mühlen im Hochtaunuskreis: Urselbach, Westerbach, Rentbach, Rombach/Liederbach, Dattenbach, Emsbach, Weil, Wiesbach, Literatur- und Abbildungsverzeichnis. (Mühlen im Hochtaunuskreis: Historische Standorte, Wasserläufe, Betriebe und Betreiber, eine Dokumentation - begründet von Reinhard Michel, fortgeführt von von Ingrid Berg und Alexander Wächtershäuser, Band 2.) Bad Homburg v.d. Höhe.

Mühle und Lederfabrik Stadermann

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Hohemarkstraße 104
Ort
61440 Oberursel
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1837, Ende 1975
Koordinate WGS84
50° 12′ 48,12″ N, 8° 33′ 25,08″ O / 50.21337°, 8.55697°
Koordinate UTM
32U 468389.82 5562448
Koordinate Gauss/Krüger
3468452.03 5564233.79

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„Mühle und Lederfabrik Stadermann”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57812-20121128-6 (Abgerufen: 16. November 2018)
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