Brombacher Mühle bei Schmitten

Dorfmühle Brombach an der Weil

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Schmitten
Kreis(e): Hochtaunuskreis
Bundesland: Hessen
Kaethner nimmt an, dass die Ersterwähnung der Brombacher Dorfmühle bereits 1580 als „Mölen Müln uff der Weil“ erfolgte, wahrscheinlicher ist aber 1612 im Mühlenverzeichnis der Herrschaft Usingen die Erwähnung der Mühlen zu Hunoldstal, Brombach und Dorfweil als Erstnennung. Im Usinger Verzeichnis für Mühlpacht wird 1694 Johann Müller für Brombach genannt. Allerdings steht im Usinger Mühlenverzeichnis von 1713 „Brombacher Mühle, Johann Adam Rühl, hat vor wenigen Jahren diese eigentümliche Mühle neu erbaut“. Demnach müssten sich alle davor liegenden Erwähnungen für Brombach auf die Sorge beziehen.

Nach Johann Adam Rühl wird in den Usinger Nachlässen 1759 der Müller Conrad Rühl genannt. 1766 soll an demselben Standort auch eine Walkmühle gearbeitet haben.

1768 wird Johann Conrad Hartmann von der Dorfweiler Mühle auch als Ölmüller zu Brombach erwähnt. Spätere Müller kamen von Emmershausen. Genannt wird der 1780 geborene Karl Ludwig Müller, der eventuell identisch ist mit dem in einem Verzeichnis von 1818 genannten Ludwig Müller. 1821 und 1823 klagen die „vier Müller im Stammhainer Grund“ unter aanderem gegen Karl Müller von Brombach wegen Verletzung des Mühlenbanns.

In der Materialsammlung des Arnoldi 1828 wird ein Mühlarzt genannt, der auf der Brombacher Mühle gearbeitet (und/oder gewohnt) hat. Im Adreß-Handbuch von 1838 steht für Brombach „ein einzelnes Wohnhaus und eine Mühle“. Sie mahlte für Brombach, Schmitten, Seelenberg, Rod am Berg, Merzhausen und Arnoldshain. Im Verzeichnis von 1854 wird der Privatmüller C.L. Müller genannt.
Emminghaus erwähnt 1862 Mühle des Carl Müller, der identisch sein könnte mit dem 1827 geborenen Carl Philipp Müller. (Hier müsste ein Abgleich erfolgen zwischen den durch Karl Moses gelieferten Recherchen aus den Kirchenbüchern und den verschiedenen Mühlenverzeichnissen). Als letzter Müller wird 1920 Heinrich Müller genannt.

Der Mühlgraben mündete früher zusammen mit dem Pfingstbach in die Weil. Er ist heute verrohrt, darüber führt ein Wanderweg.

(Universität Koblenz-Landau, Geographie / Kreisarchiv des Hochtaunuskreises und Förderverein des Kreisarchivs e.V., 2012)

Quelle
Recherche von Frau Ingrid Berg (Signatur 10.M15)

Literatur

Kreisarchiv des Hochtaunuskreises (Hrsg.) (2012)
Mühlen im Hochtaunuskreis: Urselbach, Westerbach, Rentbach, Rombach/Liederbach, Dattenbach, Emsbach, Weil, Wiesbach, Literatur- und Abbildungsverzeichnis. (Mühlen im Hochtaunuskreis: Historische Standorte, Wasserläufe, Betriebe und Betreiber, eine Dokumentation - begründet von Reinhard Michel, fortgeführt von von Ingrid Berg und Alexander Wächtershäuser, Band 2.) Bad Homburg v.d. Höhe.

Brombacher Mühle bei Schmitten

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Usinger Straße 33
Ort
61389 Schmitten
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
keine Angabe
Historischer Zeitraum
Beginn 1612 bis 1713, Ende 1951
Koordinate WGS84
50° 17′ 30,98″ N, 8° 27′ 47,78″ O / 50.29194°, 8.46327°
Koordinate UTM
32U 461767.8 5571228.39
Koordinate Gauss/Krüger
3461827.32 5573017.62

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„Brombacher Mühle bei Schmitten”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57444-20121122-4 (Abgerufen: 25. Mai 2018)
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