Katholische Pfarrkirche Sankt Josef in Schevenhütte

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Stolberg (Rhld.)
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Kath. Pfarrkirche St. Josef in Schevenhütte (2011)

    Kath. Pfarrkirche St. Josef in Schevenhütte (2011)

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Die Anfänge der Kirche von Schevenhütte liegen im Jahre 1688, als am Standort des heutigen neugotischen Gotteshauses bereits eine Kapelle als Stiftung der Wehrmeisterfamilie von Leers errichtet worden war. Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde die Barockkapelle abgerissen, um Platz für die heute bestehende im Jahre 1890 geweihte Pfarrkirche Sankt Josef zu machen. Sie wurde in dem typischen Bruchsteinmaterial der Region als dreischiffige Hallenkirche ausgeführt.

Ein besonderer Schatz im Inneren des Gotteshauses ist ein Zyklus von Glasfenstern zu dem Thema „Die Zeit des Kirchenjahres“, der von Georg Meistermann begonnen wurde. Von 1984 bis zu seinem Tod im Jahre 1990 entwarf Meistermann sechzehn der insgesamt zweiundzwanzig Fenster dieses Zyklus. Die verbliebenen sechs kamen bis 1993 nach Entwürfen von Herbert Falken, der von 1977 bis 1988 in Schevenhütte als Pfarrer wirkte und als Urheber der dem Zyklus zugrundeliegenden theologischen Konzeption angesehen werden kann, hinzu. Diese Konzeption sah vor, um die Darstellung des auferstandenen Christus im mittleren Chorfenster den Lauf des Kirchenjahres, der im Ostergeschehen seinen Höhepunkt und seine Erfüllung findet, zu gruppieren. Dabei bediente sich Meistermann, wie nach ihm auch Falken, äußerst sparsamer Farbmittel. In den überwiegend weiß gehaltenen Fenstern aus opakem Glas, in denen Bleiruten die Konturen formen, setzen nur wenige Farbfelder die inhaltlichen Akzente. Bemerkenswert ist, dass in dem Zyklus nicht nur die Haupttermine des Kirchenjahres dargestellt wurden. So findet sich neben dem Aschermittwochfenster eine Darstellung des Karnevals. Auch populäre Festtermine wie das Herz-Jesu- und das Rosenkranzfest sowie Mariä Verkündigung, Allerheiligen und Allerseelen haben in dem Zyklus ihren Platz gefunden.

Von Herbert Falken stammen auch die gemalten Kreuzwegstationen in der Kirche. Die Orgel, ein Werk des Orgelbauers Josef Kalscheuer aus Nörvenich, entstand bereits 1853; sie konnte in Zweitverwendung für Sankt Josef erworben werden.

(Christoph Kühn, im Auftrag des LVR-Fachbereichs Umwelt, 2012)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft (Hrsg.) (2009)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 1: In 8 Etappen von Wuppertal-Beyenburg über Köln nach Aachen/Belgien (4. Auflage). Köln.

Katholische Pfarrkirche Sankt Josef in Schevenhütte

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Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1888 bis 1890
Koordinate WGS84
50° 46′ 12,17″ N, 6° 19′ 29,61″ O / 50.77005°, 6.32489°
Koordinate UTM
32U 311375.99 5627665.92
Koordinate Gauss/Krüger
2522963.06 5626115.73

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„Katholische Pfarrkirche Sankt Josef in Schevenhütte”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-56514-20121106-3 (Abgerufen: 14. November 2018)
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