Friedrich August Kekulé-Denkmal vor dem alten Chemischen Institut

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut der Universität Bonn (2012).

    Das Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut der Universität Bonn (2012).

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  • Das Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut der Universität Bonn (2012).

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  • Porträt des August Kekulè (1829-1896) auf dem Denkmal vor dem Geographischen Institut (2012).

    Porträt des August Kekulè (1829-1896) auf dem Denkmal vor dem Geographischen Institut (2012).

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  • Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut (2012)

    Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut (2012)

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  • Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut (2012)

    Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut (2012)

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  • Das Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut der Universität Bonn (2012).

    Das Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut der Universität Bonn (2012).

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  • Sockel des Kekulé-Denkmals vor dem Geographischen Institut (2012)

    Sockel des Kekulé-Denkmals vor dem Geographischen Institut (2012)

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  • Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut mit Blick auf das Poppelsdorfer Schloss (2012).

    Kekulé-Denkmal vor dem Geographischen Institut mit Blick auf das Poppelsdorfer Schloss (2012).

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Vor dem alten Chemischen Institut der Bonner Universität in der Meckenheimer Allee befindet sich ein 1903 errichtetes Denkmal für den bedeutenden deutschen Chemiker und Naturwissenschaftler Friedrich August Kekulé (*07. September 1829, †13. Juli 1896).

Friedrich August Kekulé (seit 1895 mit der Anerkennung des alten böhmischen Adels ‚Kekule von Stradonitz‘) wurde 1829 in Darmstadt geboren. 1856 in Heidelberg habilitiert, kam er 1867 als Professor für Organische Chemie (Kohlenstoff-Chemie) an die Universität Bonn. Die Arbeiten und Forschungen des herausragenden Wissenschaftlers prägten entscheidend den Weltruf der Bonner Chemie, sein Institut entwickelte sich rasch zu einer der weltweit bedeutendsten Adressen des Faches. Kekulé gilt als Mitbegründer der modernen Strukturtheorie der organischen Chemie – als bahnbrechend gelten vor allem seine Leistungen bei der Darstellung von organischen Molekülen durch Strukturformeln (Benzolformel).
Kekulé starb 1896 in Bonn und erhielt ein Ehrengrab auf dem zwischen der Kapellenstraße und dem Wallfahrtsweg gelegenen Poppelsdorfer Friedhof. Das Institut für Organische Chemie und Biochemie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn trägt ihm zu Ehren den Namen „Kekulé-Institut“.

Eine in Frankfurt am Main tagende Naturforscherversammlung verfasste bereits 1897 den Aufruf, „beizusteuern, dass dem Begründer der Structurtheorie vor dem chemischen Institut zu Bonn, also vor der Stätte, an welcher er fast 30 Jahre hindurch lebte, lehrte und arbeitete, ein würdiges Denkmal in Erz“ zu errichten.
In verhältnismäßig kurzer Zeit konnten die notwendigen Geldmittel von mehr als 75.000 Mark eingeworben werden – selbst Kaiser Wilhelm II., der während seiner Bonner Studienzeit bei Kekulé Vorlesungen über Chemie gehört hatte, beteiligte sich mit einer Spende. Geschaffen wurde das Personendenkmal in Rom von dem jungen Bildhauer Hans Everding (1876-1914).
Die Enthüllungsfeierlichkeiten fanden am 9. Juni 1903 „vor hochrangiger Festgesellschaft“ statt. Als „vornehmste Ehrengäste erschienen Prinz Eitel-Friedrich von Preussen, Prinz und Prinzessin von Schaumburg-Lippe und Herzog Karl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha“.
Der Nachfolger Kekulés als Direktor des chemischen Instituts, Prof. Dr. Carl Johann Philipp Noé Richard Anschütz, hielt die Festrede, die er mit den Worten einleitete: „Vor uns erhebt sich das enthüllte Erzstandbild von August Kekulé, einem der erfolgreichsten Denker, die sich jemals der Chemie zugewendet haben...“ (Zitate alle nach Rimbach 1903).

Heute wird das Denkmal hin und wieder durch Studierende der Bonner Universität „liebevoll geschmückt“. Ohne allzu großen Respekt vor dem bedeutenden Wissenschaftler Kekulé wird sein Standbild traditionell immer wieder mit Kleidungsstücken (Schal, Mütze) oder Utensilien (Zigarre, Bierflasche) ausstaffiert – je nach saisonalem Anlass aber auch mit Doktorhut oder Pappnase.

Das Objekt „Kekulé-Denkmal“, Meckenheimer Allee 166-168 ist ein eingetragenes Denkmal (Denkmalliste Bonn, Stand 01. August 2006, Nr. A 170).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2012)

Internet
de.wikipedia.org: Friedrich August Kekulé (abgerufen 06.02.2012)
www.deutsches-museum.de: „Sonderausstellung auf den Spuren des berühmten Chemikers Friedrich August Kekulé im Deutschen Museum Bonn“ (ab Juli 2011) (abgerufen 06.02.2012)

Literatur

Hafner, Klaus (1980)
Friedrich August Kekulé von Stradonitz, dem Baumeister der Chemie zum 150. Geburtstag 1980. (Darmstädter Schriften 46.) Darmstadt.
Rimbach, E. (1903)
Das Kekule-Denkmal in Bonn. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft (Vol. 36,4 / November–Dezember 1903), S. 4614–4640. o. O. Online verfügbar: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/cber.190303604140/pdf, abgerufen am 06.02.2012
Stadt Bonn, Amt 61-02, Untere Denkmalbehörde (Hrsg.) (2006)
Liste der gem. § 3 DSchG NW in die Denkmalliste eingetragenen Baudenkmäler, Bodendenkmäler, beweglichen Denkmäler und Denkmalbereiche der Stadt Bonn (Stand: 01.08.2006). S. 40, Bonn.

Friedrich August Kekulé-Denkmal vor dem alten Chemischen Institut

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Meckenheimer Allee 166-168
Ort
53115 Bonn
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1903
Koordinate WGS84
50° 43′ 34,04″ N, 7° 05′ 30,83″ O / 50.72612°, 7.0919°
Koordinate UTM
32U 365327.49 5621105.64
Koordinate Gauss/Krüger
2577141.77 5621748.09

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„Friedrich August Kekulé-Denkmal vor dem alten Chemischen Institut”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-38060-20120206-2 (Abgerufen: 21. August 2018)
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