Burg Baesweiler

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Baesweiler
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
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Ihr Ursprung liegt im Dunkel des 12. Jahrhunderts verborgen. Erste Hinweise auf die Burg Baesweiler gibt die Erwähnung einer Kapelle 1150, die als Eigenkirche der Herren von Baesweiler beschrieben wird. Da eine Eigenkirche und ein Herrensitz in dieser Zeit untrennbar zusammengehörten, ist demnach auch ein Adelssitz in dem 1130 erstmals als „bastwilre“ genannten Ort wahrscheinlich. Im Lauf der Jahrhunderte, zwischen 1324 und 1713, gab es eine Vielzahl adeliger Besitzer. Daraus kann geschlossen werden, dass die Baesweiler Burg nie zu einem repräsentativen und standesgemäßen Adelssitz auf Dauer ausgebaut wurde.

Die eigentlich übliche zweiteilige Burganlage, mit einem Wassergraben, der Wohn- und Wirtschaftsgebäude trennt, wurde offensichtlich nie ausgeführt. Die geschlossene vierflügelige Burganlage war eher eine Ackerburg, Wohnteil und Stallungen waren unter einem Dach, wie bei einem großen Bauernhof. Die Burg war der Sitz eines einfachen Landadeligen mit den typischen Statussymbolen: Turm, wasserumwehrte Anlage und Wappen über dem Eingang. Noch heute zu sehen, ist die für Bauwerke dieser Art bis ins 16. Jahrhundert übliche Holzgalerie im Innenhof. Sie hatte die Funktion eines nach außen gelegten Flurs, über des die schmalen, hinter einander liegenden Räume im Inneren leichter erreicht werden konnten.

Als Franz Carl Graf von Nesselrode die Burg 1713 erwarb, war sie in unbewohnbarem Zustand. Er ließ sie bis auf die Grundmauer abreißen und neu aufbauen. Der Neubau aus dem 18. Jahrhundert prägt noch heute das Bild der Baesweiler Burg. Im Jahr 1858 wurde das Gemäuer „bürgerlich“ und über mehrere Generationen als Bauernhof inmitten der Stadt bewirtschaftet. 2003 übernahm die Stadt Baesweiler die Burg. Nach Abschluss der Erhaltungs- und Umbauarbeiten wurde sie 2006 als „Kulturzentrum Burg Baesweiler“ wiedereröffnet, in dem neben der „Kulturscheune“, die Stadtbücherei und Gastronomie ihr Zuhause haben.

(StädteRegion Aachen, 2010)

Baesweiler (…) 1130 wird Baesweiler im Besitz des Aachener Adalbertstifts genannt. In Baesweiler waren ferner das Heinsberger Prämonstratenserinnenstift (seit 1289) und die Herren von Reuschenberg begütert, die die Burg Baesweiler als jülisches Lehen besaßen. Anfang 16. Jahrhundert kam die Burg an die Herren von Randerath und wurde 1713 mit dem benachbarten Nesselroder Hof vereinigt.
(Handbuch Historische Stätten NRW)

Literatur

Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 70-71, Stuttgart.
StädteRegion Aachen, Stabsstelle Kultur, Empirische Forschung und Gleichstellung (Hrsg.) (2011)
Burgen-Parcours: Burg Alsorf, Burg Baesweiler, Burg Rode, Burg Stolberg (Faltblatt). Aachen.

Burg Baesweiler

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1130 bis 1150
Koordinate WGS84
50° 54′ 29,63″ N, 6° 10′ 57,24″ O / 50.90823°, 6.18257°
Koordinate UTM
32U 301928.34 5643401.08
Koordinate Gauss/Krüger
2512884.93 5641453.3

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„Burg Baesweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-14857-20110816-4 (Abgerufen: 24. September 2017)
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