Limeswachtturmstelle Wp 2/45 bei Heidenrod-Huppert

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Heidenrod
Kreis(e): Rheingau-Taunus-Kreis
Bundesland: Hessen
  • Visualisierter Grundriss der Holzturmstelle des Limeswachtturms Wp 2/45 bei Heidenrod-Huppert im Rheingau-Taunus-Kreis (2010)

    Visualisierter Grundriss der Holzturmstelle des Limeswachtturms Wp 2/45 bei Heidenrod-Huppert im Rheingau-Taunus-Kreis (2010)

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  • Geomagnetisches Messbild der Limeswachtturmstelle Wp 2/45 bei Heidenrod-Huppert im Rheingau-Taunus-Kreis (2006)

    Geomagnetisches Messbild der Limeswachtturmstelle Wp 2/45 bei Heidenrod-Huppert im Rheingau-Taunus-Kreis (2006)

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Ein Kreis aus Pflastersteinen am Waldrand markiert den Standort des Wachtpostens Wp 2/45 bei Heidenrod-Huppert. Die Topographie des Platzes ist noch heute eindrucksvoll: Der Blick reicht nach Süden bis Kemel und nach Nordwesten bis zum Dörsterberg. Der Limes bog bei Wp 2/45 in einem Winkel von nahezu 90° nach Süden um. Die Turmstelle diente dabei vermutlich zum Abstecken der Trasse. Der Steinturm wurde bereits 1898 ausgegraben; die von zwei Ringgräben umgebene Holzturmstelle entdeckte man 2006 bei geomagnetischen Messungen.

Die Wachtturmstelle 2/45
Das Steinturmfundament war bei der ersten Untersuchung nur noch sehr schlecht erhalten, was wohl an dem Ausbruch der Steine bei der Befestigung des benachbarten Feldwegs lag. Bereits der Streckenkommissar vermutete einen weiteren Turm in der Nachbarschaft. Diese Annahme konnte 2006 durch eine geomagnetische Prospektion bestätigt werden. Dabei fand sich ein Holzturm mit zwei umlaufenden Gräben, von denen mindestens einer eine Unterbrechung Richtung Limes aufweist. In der Innenfläche der Turmstelle deuten sich im Messbild die Pfostenlöcher des Holzturmes an. Auch die Palisade - Graben und Wall waren an dieser Stelle nicht ausgeführt - konnte hier nachgewiesen werden. Ihr Verlauf weist einen Knick von 101° auf. Der äußere Graben der Turmstelle ist durch einen gepflasterten Ring im Bereich des Feldweges markiert.

Anfahrt
Die Turmstelle liegt östlich von Huppert auf der anderen Seite der Landesstraße L 3455 am Waldrand gelegen. Man erreicht sie über einen von der Landesstraße abzweigenden Feldweg.

(Thomas Becker, hessenARCHÄOLOGIE, 2015)

Literatur

Becker, Thomas (2009)
Der Limesrundweg Huppert. Führungsheft zu den Limesanlagen und benachbarten Denkmälern bei Heidenrod-Huppert, Rheingau-Taunus-Kreis. (Archäologische Denkmäler in Hessen 171.) S. 15-16, Wiesbaden.
Fabricius, Ernst (1936)
Der Limes von der Lahn bis zur Aar. In: Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. A, Bd. I, S. 76-77, Berlin/Leipzig.

Limeswachtturmstelle Wp 2/45 bei Heidenrod-Huppert

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 9 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Archäologische Grabung, Archäologische Prospektion
Historischer Zeitraum
Beginn 100, Ende 260
Koordinate WGS84
50° 11′ 32,08″ N, 8° 00′ 50,38″ O / 50.19224°, 8.01399°
Koordinate UTM
32U 429618.59 5560470.86
Koordinate Gauss/Krüger
3429665.42 5562255.59

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„Limeswachtturmstelle Wp 2/45 bei Heidenrod-Huppert”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-135509-20150813-26 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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