Vicus des Kastells Holzhausen bei Heidenrod-Laufenselden

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Heidenrod, Holzhausen an der Haide, Rettert
Kreis(e): Rheingau-Taunus-Kreis, Rhein-Lahn-Kreis
Bundesland: Hessen, Rheinland-Pfalz
Kastell Holzhausen ist eines der am besten erhaltenen Kastelle des Obergermanischen Limes. Seine Außenmauern mit den begleitenden Erdwällen sind bis zu 3,00 Meter hoch erhalten. Über das Umfeld des Kastells ist dagegen wenig bekannt. Das Bad lag östlich des Lagers nahe der Limeslinie. Im Wald zeichnen sich auf hessischer Seite einige Schutthügel ab, die auf Gebäude des Lagerdorfes hinweisen könnten. Hier lebten neben den Familienangehörigen der Soldaten Zivilisten wie Händler, Handwerker, Gastwirte, hier gab es Geschäfte, Werkstätten und Gasthäuser.

Der Vicus des Kastells Holzhausen
Über das genaue Aussehen der Zivilsiedlung östlich des Kastells ist wenig bekannt, da hier kaum Ausgrabungen im Zusammenhang mit den Forschungen der Reichs-Limeskommission vorgenommen wurden und neuere Ergebnisse nicht vorliegen. Man erkennt aber an einigen Hügeln und Podien im Hochwald, dass hier menschliche Bauaktivitäten stattgefunden haben. Das Areal dehnt sich auf einer Fläche von rund 200 mal 150 Metern aus und wird im Norden von dem hier gut erhaltenen Limesverlauf mit Graben und Wall begrenzt.

Anfahrt
Das Kastell erreicht man über die Bundesstraße B 260 (Bäderstraße) von Wiesbaden oder Nassau aus. Hier parkt man südlich von Holzhausen an dem ausgewiesenen Wanderparkplatz am Kreisel (Abzweigung Bundesstraße B 274), von wo ein ausgeschilderter Weg zum Kastell und dem umgebenden Vicus führt.

(Thomas Becker, hessenARCHÄOLOGIE, 2015)

Internet
de.wikipedia.org/wiki/Kastell_Holzhausen: Kastell Holzhausen bei Wikipedia (abgerufen 18.08.2015)
deutsche-limeskommission.de: Kastell Holzhausen auf der Seite der Deutschen Limeskommission (abgerufen 18.08.2015)

Literatur

Jost, Cliff Alexander (2003)
Der römische Limes in Rheinland-Pfalz. (Archäologie an Mittelrhein und Mosel 14.) S. 202 ff.. Koblenz.
Pallat, Ludwig (1904)
Das Kastell Holzhausen. (Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. B, Nr. 6.) Berlin.
Pferdehirt, Barbara (1976)
Die Keramik des Kastells Holzhausen. (Limesforschungen 16.) Berlin.

Vicus des Kastells Holzhausen bei Heidenrod-Laufenselden

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 9 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Archäologische Prospektion, Geländebegehung/-kartierung, Archäologische Grabung
Historischer Zeitraum
Beginn 200, Ende 260
Koordinate WGS84
50° 12′ 56,23″ N, 7° 57′ 7,16″ O / 50.21562°, 7.95199°
Koordinate UTM
32U 425229.28 5563130.15
Koordinate Gauss/Krüger
3425274.37 5564915.92

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„Vicus des Kastells Holzhausen bei Heidenrod-Laufenselden”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-135500-20150813-33 (Abgerufen: 14. November 2018)
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