Zisterzienserinnenkloster Hoven

Kloster Marienborn bei Zülpich, „Fons beatae Mariae“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Zülpich
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Patrozinium: Maria Himmelfahrt und Maximin.
Orden: Zisterzienserinnenkloster (Frauenkloster).
Geschichte (Gründung und Entwicklung bis um 1200):
Der Name Marienborn ist spätestens seit 1676 geläufig. Gegründet wurde das Kloster 1188 auf Betreiben des Kölner Erzbischofs Philipp von Heinsberg. Der Zulauf im Zisterzienserinnenkloster St. Thomas an der Kyll war so stark, dass der Trierer Erzbischof sich zur Anregung einer Aussiedlung veranlaßt sah. Das Kloster Hoven war somit eine Tochtergründung von St. Thomas aus, was auch St. Maximin als Nebenpatrozinium erklärt; die Marienkirche (noch ohne Nebenpatron) muß schon im 11. Jahrhundert bestanden haben. Das Patronat an der Marienkirche ging 1190 auf das Kloster über. Seit dieser Zeit waren die Herren von Hengebach Vögte des Klosters. Die Aufsicht über das Kloster hatte zunächst der Abt von Heisterbach inne, wahrscheinlich seit 1534 der Abt von Altenberg.
Das gut dotierte Kloster erfreute sich gegen Ende des 12. Jahrhunderts eines solchen Zulaufs, dass es sich die Gründung von Tochterklöstern erlauben konnte. 1197 berief der Kölner Erzbischof Adolf I. von Altena Hovener Nonnen nach Walberberg, wo ihnen eine Klerikergemeinschaft weichen mußte. Um 1230 ließen sich zwölf Hovener Nonnen auf Veranlassung des Kölner Erzbischofs Heinrich von Molenark in Fröndenberg bei Unna zwecks Gründung einer Zisterze nieder (Engels 2006).

Aufhebung 1802 (Bönnen / Hirschmann 2006).

„Im Jahre 1466 wurde die Klostergebäude durch eine Brandkatastrophe stark beschädigt. Spätere Kriegsunruhen führten zu weiteren erheblichen Einnahmeverlusten, so dass der Konvent sich nicht mehr selbst unterhalten konnte. Um die wirtschaftliche Lage zu verbessern wurde 1525 die im Klosterbezirk stehende Marienkirche, die bis dahin unabhängige Pfarrkirche war, dem Kloster inkorporiert (einverleibt). (…)
In den Visitatonsberichten des 17./18. Jahrhunderts wurde mehrfach die Klosterzucht bemängelt und strenge Maßnahmen zu deren Förderung angeordnet. 1793 wurde die Äbtissin Gertrudis von Brackel wegen Verfehlungen gegen die Klosterzucht für 12 Jahre von ihrem Amt suspendiert.
Nach einem weiteren schweren Brand, wurde 1722 unter der Äbtissin Leonora von Bönninghausen zu Waldeck mit dem Wiederaufbau der Klosteranlage begonnen und 1777 vollendet.
Im Zuge der französischen Besetzung der Rheinlande unterlag das Kloster 1802 der Säkularisierung und man verkaufte es an einen Bonner Geschäftsmann für 28.000 Franken. Die Kirche wurde ebenfalls profaniert und als Scheune genutzt. (…)
1888 wurden die Klostergebäude von der Kölner Genossenschaft der Cellitinnen nach der Regel des hl. Augustinus übernommen, die hier die Krankenanstalten Marienborn einrichteten, eine Pflegeanstalt zur psychiatrischen Versorgung von schwer psychisch kranken Frauen. Seit 1985 ist diese als Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in die regionale Vorsorge des Kreises Euskirchen mit eingebunden.“
(de.wikipedia.org)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
de.wikipedia.org: Kloster Marienborn (Eifel) (abgerufen 15.07.2011)

Literatur

Bönnen, Gerold; Hirschmann, Frank G. (2006)
Klöster und Stifte von um 1200 bis zur Reformation. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.3.) Bonn.
Engels, Odilo (2006)
Klöster und Stifte von der Merowingerzeit bis um 1200. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.2.) Bonn.

Zisterzienserinnenkloster Hoven

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Luxemburger Straße
Ort
53909 Zülpich
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1188, Ende 1802
Koordinate WGS84
50° 41′ 1,42″ N, 6° 38′ 38,41″ O / 50.68373°, 6.644°
Koordinate UTM
32U 333568.53 5617303.08
Koordinate Gauss/Krüger
2545557.95 5616660.85

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„Zisterzienserinnenkloster Hoven”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13323-20110715-4 (Abgerufen: 20. Oktober 2017)
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