Synagoge Hadamar

heute Gedenk- und Erinnerungsstätte

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Hadamar
Kreis(e): Limburg-Weilburg
Bundesland: Hessen
  • Die ehemalige Synagoge Nonnengasse in Hadamar (2007).

    Die ehemalige Synagoge Nonnengasse in Hadamar (2007).

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  • Ein Fenster an der ehemaligen Synagoge Nonnengasse in Hadamar (2010).

    Ein Fenster an der ehemaligen Synagoge Nonnengasse in Hadamar (2010).

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Die jüdische Gemeinde Hadamar seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Zur Gemeinde Hadamar zählte im 19. Jahrhundert auch Thalheim. 1932 waren Langendernbach (28 Personen), Frickhofen (24) und Hausen (5) angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 61 (1809), um 1880: 77 (1871), 1932: 25 (Familien?) / 80 (1925), 2006: – (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Bethaus / Synagoge: Bis in die 1830er Jahre fand der Gottesdienst in einem Privathaus statt.
„(…) Dieser hatte allerdings nur 29 Plätze, sodass bei der steigenden Zahl der jüdischen Einwohner eine neue Synagoge spätestens in dem 1830er-Jahren dringend geboten erschien. 1839 konnte mit dem Bau einer Synagoge begonnen werden. Die Pläne hatte ein Werkmeister namens Hilleritz ausgefertigt.“ (alemannia-judaica.de)

1842 (so Reuter 2007, alemannia-judaica.de nennt den 25. Juni 1841) konnte eine Synagoge eingeweiht werden (heutige Nonnengasse 6); 1938 wurde der Innenraum zerstört. In den 1980er Jahren wurde das Gebäude von der Stadt saniert und dort eine Gedenk- und Erinnerungsstätte eingerichtet.

„Nach 1945: 1953 wurde das Synagogengebäude, das sich schon damals in einem schlechten baulichen Zustand befand, von der JRSO, einer Treuhandgesellschaft für jüdisches Vermögen, als Atelier an den Scherenschnittkünstler Engert verkauft, der es jedoch mit zunehmendem Alter nicht mehr unterhalten konnte. Nachdem das Haus bereits gravierende Schäden aufwies, gelang es der Stadt im Jahr 1980, die ehemalige Synagoge zu kaufen und nach historischem Vorbild zu restaurieren. Am 6. September 1982 wurde sie als Gedenk- und Erinnerungsstätte eröffnet und wird seitdem für Gedenkfeiern, Ausstellungen und Vortragsveranstaltungen genutzt.“ (alemannia-judaica.de)

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.alemannia-judaica.de: Synagoge Hadamar (abgerufen 07.07.2011)

Literatur

Altaras, Thea (1988)
Synagogen in Hessen - was geschah seit 1945? (Dokumentation und Analyse aus allen 221 hessischen Orten, deren Synagogenbauten die Pogromnacht 1938 und den 2. Weltkrieg überstanden; 223 architektonische Beschreibungen und Bauhistorien). S. 93-94, Königstein.
Arnsberg, Paul / Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen (Hrsg.) (1971)
Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Bd. 1. S. 310-313, Frankfurt.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Synagoge Hadamar

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Nonnengasse
Ort
Hadamar
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1841 bis 1842
Koordinate WGS84
50° 26′ 56,06″ N, 8° 02′ 54,3″ O / 50.44891°, 8.04842°
Koordinate UTM
32U 432440.57 5588976.62
Koordinate Gauss/Krüger
3432488.37 5590772.68

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„Synagoge Hadamar”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12990-20110707-7 (Abgerufen: 20. Oktober 2017)
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