Jüdischer Friedhof Robert-Blum-Straße in Opladen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde, Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Leverkusen
Kreis(e): Leverkusen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 03′ 22,22″ N: 7° 00′ 9,28″ O 51,05617°N: 7,00258°O
Koordinate UTM 32.360.016,99 m: 5.657.969,59 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.570.336,33 m: 5.658.374,17 m
Der Friedhof der jüdischen Gemeinde Opladen in der Robert-Blum-Straße (früher Schlebuscher Straße) wurde 1833 angelegt und bis 1939 belegt (Reuter 2007). In der deutschsprachigen Wikipedia findet sich dazu abweichend die Angabe: „Um 1850 kaufte der Kaufmann Samuel Seckel an der Grenze zwischen Bürrig und Opladen ein Grundstück, um einen jüdischen Friedhof anzulegen. Dieser Friedhof wurde erstmals im Jahr 1853 erwähnt.“
Auf den historischen Karten der Preußischen Neuaufnahme (1891-1912) findet sich der Friedhof als „Bgr. Pl.“ ausgewiesen (vgl. Kartenansicht).
Heute sind noch 22 Grabsteine auf der 1.160 Quadratmeter einnehmenden Fläche erhalten.

„Infolge von Verwüstungen während der NS-Zeit sind zahlreiche Grabsteine verloren gegangen. 1969 ist der Friedhof erneut geschändet worden. Nach Nachforschungen von Mitarbeitern des Leverkusener Stadtarchivs wurde 1991 auf dem Friedhof eine steinerne Stele aufgestellt, die die Namen der dort Bestatteten aufführt, soweit sie bis dahin bekannt waren.“ (www.uni-heidelberg.de)

Im Jahr 1968 ließ die Stadt Leverkusen einen Gedenkstein auf dem Friedhof aufstellen. Die in Versalien gehaltene Inschrift lautet:
„Zum Gedenken an die jüdischen Bürger unserer Stadt, die in der NS-Zeit 1933 – 1945 ihr Leben verloren.“ (vgl. davidsternleverkusen.de, im dortigen Text irrtümlich endend auf „... ihr Leben ließen.“)

Seit 2006 ist der jüdische Friedhof wieder eröffnet (ebd.).

Baudenkmal
Mit der am 13. Juli 1999 erfolgten Eintragung in die Denkmalliste wurde der Jüdische Friedhof als Baudenkmal unter Schutz gestellt (UDB-Nr. A 298).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2026)

Internet
de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Leverkusen (abgerufen 23.04.2026)
davidsternleverkusen.de: Verein Davidstern e.V., Leverkusen (abgerufen 23.04.2026)
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 27.06.2011, Inhalt nicht mehr verfügbar 29.04.2021)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 321-325, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof Robert-Blum-Straße in Opladen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Robert-Blum-Straße
Ort
51379 Leverkusen - Opladen
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Landeskunde, Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1833 bis 1853

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„Jüdischer Friedhof Robert-Blum-Straße in Opladen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12636-20110627-8 (Abgerufen: 13. Mai 2026)
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