Jüdischer Friedhof ehemalige Ladestraße in Rheinbach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Rheinbach
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 37′ 43,05″ N: 6° 56′ 44,42″ O 50,62862°N: 6,94567°O
Koordinate UTM 32.354.706,92 m: 5.610.541,80 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.566.955,62 m: 5.610.760,32 m
  • Blick auf das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in der ehemaligen Ladestraße in Rheinbach (2010).

    Blick auf das Gräberfeld des jüdischen Friedhofs in der ehemaligen Ladestraße in Rheinbach (2010).

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    Reinhard Hauke
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  • Blick durch das schmiedeeiserne Tor auf den Jüdischen Friedhof Rheinbach (2014)

    Blick durch das schmiedeeiserne Tor auf den Jüdischen Friedhof Rheinbach (2014)

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Die jüdische Gemeinde Rheinbach seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Seit Mitte des 17. Jahrhunderts bestand in Rheinbach eine Gemeinde, die im 19. Jahrhundert zunächst anwuchs, dann aber wieder schrumpfte. 1868 wurde die Synagogengemeinde des Kreises Rheinbach mit den Filialgemeinden Rheinbach und Meckenheim konstituiert
Gemeindegröße um 1815: 26 (1813), um 1880: 96 (1885), 1932: 27 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1843 wird eine Synagoge im Eigentum der Gemeinde genannt. 1872 wurde eine neu errichtete Synagoge eingeweiht. 1938 wurde sie durch Brandstiftung zerstört (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhöfe in Rheinbach: Zwei Friedhöfe sind bekannt, der ältere Friedhof an der Weiherstraße aus dem 18. Jahrhundert wurde vor 1900 geschlossen, der jüngere in der ehemaligen Ladestraße ist noch erhalten.
Der Jüdische Friedhof in der ehemaligen Ladestrasse (heute „Am jüdischen Friedhof“) wurde von 1893 bis zum Anfang der 1930er-Jahre belegt. Zehn Grabsteine sind hier erhalten.
„Nach Berechnungen von Schulte sind während der NS-Zeit ca. 30 Grabsteine in Godesberg abgeschliffen und einer neuen Verwendung zugeführt worden, d.h. verloren gegangen.“ (uni-heidelberg.de)

In der Dokumentation der Inschriften in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts wird angeführt, dass der Friedhof an der ehemaligen Ladestraße „während der NS-Zeit fast vollständig zerstört [wurde]. Viele der Grabsteine wurden vermutlich abgeschliffen und anderweitig verwendet. Der Friedhof wurde 1986 in die Denkmalliste der Stadt Rheinbach eingetragen.
Heute sind noch elf beschriftete Grabsteine auf dem Begräbnisplatz erhalten, mehrere Fragmente wurden aufgestellt.“


Baudenkmal
Die zum 1. Juli 1986 unter der Nr. 28 erfolgte Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Rheinbach lautet: „Jüdischer Friedhof, Am jüdischen Friedhof vereinzelte Grabsteine, wurde wahrscheinlich 1891 errichtet.“

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2026)

Internet
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Rheinbach (abgerufen 03.08.2021)
www.steinheim-institut.de: epidat, Jüdischer Friedhof Rheinbach, neuer Friedhof (1832-1921 / 13 Einträge) (abgerufen 29.07.2026)
www.rheinbach.de: Stadt Rheinbach, Denkmalliste (abgerufen 29.07.2026)
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 28.06.2011, Inhalt nicht mehr verfügbar 03.08.2021)

Literatur

Flink, Klaus (1972)
Rheinbach. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung I, Nr. 4.) S. 4f., Köln.
Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1291, München.
Pertz, Dietmar (Hrsg.) (2013)
Ihre Namen werden bleiben! Dokumentation zur Geschichte der Meckenheimer und Rheinbacher Juden und ihrer Friedhöfe. (Zeugnisse jüdischer Kultur im Rhein-Sieg-Kreis, Band 5.) Siegburg.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 542-545, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 76, Bonn.

Jüdischer Friedhof ehemalige Ladestraße in Rheinbach

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Jüdischen Friedhof
Ort
53359 Rheinbach
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1893

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„Jüdischer Friedhof ehemalige Ladestraße in Rheinbach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12622-20110628-8 (Abgerufen: 9. August 2026)
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