Jüdischer Friedhof Moers

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Moers
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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  • Der zentrale Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Der zentrale Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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  • Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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  • Die verschlossene Eingangspforte zum Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Die verschlossene Eingangspforte zum Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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  • Grabstellen des Soldatenfriedhofs, der sich unmittelbar neben dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers befindet (2014)

    Grabstellen des Soldatenfriedhofs, der sich unmittelbar neben dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers befindet (2014)

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  • Der zentrale Gedenkstein und Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Der zentrale Gedenkstein und Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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  • Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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  • Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Grabstätten auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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  • Der zentrale Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Der zentrale Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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  • Der zentrale Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

    Der zentrale Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof in der Klever Straße in Moers (2014)

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Die jüdische Gemeinde Moers seit dem frühen 19. Jahrhundert:
1847 wurde die Synagogengemeinde Moers konstituiert, zu der auch die Juden von Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Rheinhausen und Homberg gehörten, die alle die Synagoge in Moers besuchten (ab 1854 Teil des Synagogenbezirks Rheinberg). 1881 trennte sich die Synagogengemeinde Moers von Rheinberg. 1932 waren Repelen-Baerl, Vluyn, Lintfort und Rheinhausen angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 61 (1806) / 80 (1816), um 1880: 118 (1885), 1932: Ohne Angabe / 199 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Vermutlich zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstand eine erste Synagoge in Moers, 1818 wurde ein Gemeindezentrum eingerichtet. Die Synagoge wurde 1902 renoviert. 1938 wurde der Innenraum zerstört, 1975 das Gebäude im Zuge der Stadtsanierung abgerissen (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Der Friedhof in der Klever Straße wurde im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts angelegt. Belegt wurde er vor 1853, der letzte Grabstein 1936 gesetzt. 1938 wurde der Friedhof geschändet und in der Folgezeit abgeräumt. 49 Steine sind erhalten geblieben und konnten wieder aufgestellt werden.
Der vor Ort nicht gesondert ausgeschilderte jüdische Begräbnisplatz ist an seiner Pforte verschlossen, aber über den kommunalen Friedhof begehbar (unmittelbar nördlich des Soldatenfriedhofs). Der von einer Mauer umgebene und mit Bäumen bestandene Friedhof befindet sich in einem gepflegten Zustand. In seiner Mitte befindet sich ein Gedenkstein „Zum Gedenken der Toten“, auf dem die jüdischen Opfer der NS-Herrschaft namentlich aufgelistet sind. Neben dem Gedenkstein lädt eine Sitzbank zum Verweilen ein (Begehung am 01.04.2014).

„Vor Anlage ihres eigenen Friedhofs bestatteten die Moerser Juden ihre Toten vermutlich in Krefeld. In der NS-Zeit wurde der Friedhof weitgehend zerstört, ca. 50 - 90 Grabsteine sind laut Pracht-Jörns verloren gegangen. Die heutige Aufstellung der 50 Steine ist demnach nicht authentisch.“ (Jüdische Friedhöfe in Deutschland)

„1928 lebten in Moers etwa 230 Juden, das entsprach knapp einem Prozent der Bevölkerung. Mit der Machtergreifung des NS-Regimes kam es zum Boykott jüdischer Geschäfte. Viele jüdische Mitbürger verloren ihre Existenzgrundlage und verließen Moers.
Als am 1. Oktober 1941 die Auswanderung formal verboten wurde, lebten nur noch etwa 60 Juden zusammengedrängt in 5 so genannten Judenhäusern in Moers. Am 13. Dezember 1941 wurden 40 Personen nach Riga und Theresienstadt deportiert. 2 weitere Transporte folgten. Der Jüdische Friedhof wurde zerstört.
Nach Kriegsende konnte der Friedhof mit den aus einem Baggersee geborgenen Grabsteinen nur bruchstückhaft rekonstruiert werden. Trotzdem ist er das wichtigste steinerne Dokument zur Geschichte der Juden in Moers. Er dient heute als Gedenkstätte. Ihr Mittelpunkt ist ein großer Gedenkstein mit den eingravierten Namen der Ermordeten. Der “Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein„ in Düsseldorf ist Eigentümer des Grundstückes. Die Pflege und Unterhaltung der Gedenkstätte obliegt der Stadt Moers. Sie wird dabei vorbildlich von der “Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers e.V.„ unterstützt. Im Jahre 2003 hat die Gesellschaft 3 Schrifttafeln mit hebräischer, englischer und deutscher Inschrift verlegt, die an das Schicksal der jüdischen Gemeinde und ihrer Grabstätte erinnern. Größe des Friedhofes: 0,3 Hektar“
(www.moers.de)

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2014)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 24.06.2011)
www.moers.de: Jüdischer Friedhof Moers (abgerufen 24.06.2011)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 598-602, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof Moers

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Klever Straße
Ort
47441 Moers
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1800 bis 1825
Koordinate WGS84
51° 27′ 17,21″ N, 6° 38′ 16,6″ O / 51.45478°, 6.63795°
Koordinate UTM
32U 335891.45 5703046.43
Koordinate Gauss/Krüger
2544386.08 5702434.68

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„Jüdischer Friedhof Moers”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12444-20110624-6 (Abgerufen: 24. September 2017)
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