Jüdischer Friedhof Loshardt in Kall

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Kall
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf den jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

    Blick auf den jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

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  • Jüdischer Friedhof Loshardt in Kall, zentral steht ein großer Nadelbaum auf dem Gräberfeld (2016).

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  • Jüdischer Friedhof Loshardt in Kall, Blick auf das Gräberfeld (2016).

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  • Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

    Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

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  • Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

    Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

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  • Eingangspforte zum jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

    Eingangspforte zum jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

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  • Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

    Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Loshardt in Kall (2016).

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Die jüdische Gemeinde Kall seit dem frühen 19. Jahrhundert:
In Kall lebten stets nur wenige Juden, die Gemeinde gehörte zum Synagogenverband Schleiden-Malmedy. 1932 war Löbenich (eine Person) angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: –, um 1880: 19 (1885), 1932: 34 / 26 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Bereits 1837 bemühte man sich um die Erlaubnis, eine Synagoge bauen zu dürfen. 1843 wird eine Synagoge erwähnt, die auch von den Juden in Mechernich und Bleibuir besucht wurde; 1867/70 konnte eine kleiner Neubau errichtet werden, der 1938 zerstört wurde. Die Überreste wurden nach 1945 abgetragen (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Auf dem seit 1835 bis 1937 belegten Friedhof an der Loshardt (Flur 8, Nr. 56) befinden sich 32 Grabsteine aus den Jahren 1865 bis 1937 (Reuter 2007). In den historischen Karten der Preußischen Neuaufnahme (1891-1912) findet sich der Judenfriedhof als „Bgr. Pl.“ (Begräbnisplatz) eingetragen (vgl. die historische Karte unter Kartenansicht).
„Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf den Friedhof auch erschossene Ausländer umgebettet.“ (Arntz 1990)

Die Lage des jüdischen Friedhofs ist in Kall nicht beschildert und vor Ort finden sich auch keine weiteren Informationen zu ihm. Der inmitten eines jüngeren Wohngebiets neben einer Schule liegende Friedhof ist über eine kleine Eingangspforte frei zugänglich. Er wird von Hecken umgrenzt und ein großer Nadelbaum steht zentral auf dem Gräberfeld. Der Begräbnisplatz befindet sich in einem sehr gepflegten Zustand. Es lassen sich insgesamt 31 Grabsteine zählen (Begehung am 24.11.2016).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2016)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Kall (abgerufen 22.06.2011)
www.hans-dieter-arntz.de: Judenverfolgung und Fluchthilfe im deutsch-belgischen Grenzgebiet (abgerufen 06.06.2016)

Literatur

Arntz, Hans-Dieter (1990)
Judenverfolgung und Fluchthilfe im deutsch-belgischen Grenzgebiet: Kreisgebiet Schleiden, Euskirchen, Monschau, Aachen und Eupen/Malmedy. Euskirchen.
Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1318, München.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 361-363, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 54, Bonn.

Jüdischer Friedhof Loshardt in Kall

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Loshardt
Ort
53925 Kall
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1835
Koordinate WGS84
50° 32′ 16,82″ N, 6° 33′ 6,03″ O / 50.53801°, 6.55167°
Koordinate UTM
32U 326511.6 5601313.9
Koordinate Gauss/Krüger
2539153.47 5600398.25

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„Jüdischer Friedhof Loshardt in Kall”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12371-20110622-3 (Abgerufen: 21. Oktober 2017)
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