Jüdischer Friedhof in der Elbestraße in Hersel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Bornheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Eingang zum Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

    Eingang zum Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

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  • Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

    Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

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  • Hinweisschild am Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

    Hinweisschild am Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

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  • Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

    Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

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  • Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

    Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

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  • Verschlossene Pforte am Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

    Verschlossene Pforte am Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

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  • Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

    Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

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  • Eingang zum Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

    Eingang zum Judenfriedhof in der Elbestraße in Bornheim-Hersel (2013)

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Die jüdische Gemeinde in Hersel seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Schon um 1500 siedelten sich Juden in Hersel an. 1806 lebten in der Bürgermeisterei Hersel (inklusive Wesseling) 63 Juden. In napoleonischer Zeit wurde der Synagogenverband Hersel gegründet, der auch die Juden in Widdig, Rheindorf und Wesseling umfasste. 1855 wurde die Synagogengemeinde Bornheim mit den Spezialgemeinden Bornheim, Wesseling und Hersel konstituiert. 1930 trennten sich letztere von Bornheim und gründeten die Gemeinde Wesseling. 1932 angeschlossen an Wesseling.
Gemeindegröße um 1815: 63 (1806), um 1880: 30 (1885), 1932: 7 / 9 (1933), 2006: –.
Bethaus: Der Betsaal ist 1843 bezeugt; 1896 wurde er grundlegend renoviert. Der dazugehörige Gebäudekomplex wurde zwischen 1938 und 1941 an die Ortsgemeinde verkauft und 1954 abgerissen.
(vorstehende Angaben nach Reuter 2007)

Friedhof: Nachdem die Herseler Juden zuvor den Jüdischen Friedhof in der Lessingstraße in Bornheim mitbenutzt hatten, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts – wohl zwischen 1848 und 1853 – der bis 1942 belegte Friedhof in der Elbestraße (früher Karweg) in Hersel angelegt. Dieser ist mit 33 Grabsteinen noch erhalten.

34 Inschriften aus den Jahren 1854 bis 1908 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

Der mit Bäumen bestandene und von einer Hecke umgebene Begräbnisplatz liegt inmitten von Wohnbebauung. Der sehr gepflegt wirkende Friedhof ist durch eine eiserne Pforte verschlossen. Informationen zu seinen Öffnungszeiten oder Hinweisschilder auf den Friedhof finden sich nicht.
Eine im Jahr 2004 errichtete Hinweistafel erläutert die Geschichte des Judenfriedhofs (Begehung am 26.07.2013, siehe auch Bild in der Mediengalerie):

„Jüdischer Friedhof
Bis zur Einrichtung eines eigenen Friedhofs begruben auch die Herseler Juden ihre Toten in Bornheim. Dort zählen ihre Grabmäler zu den ältesten auf dem dortigen Friedhof an der Lessingstraße, das älteste ist von 1788.
Die Familien Bock und Marx kauften 1848 ein schmales, rechteckiges Gelände am früheren Karrenweg, der heutigen Elbestraße (B9), wo dann der jüdische Friedhof entstand.
Der Friedhof nimmt eine Räche von 747 qm ein und umfasst 34 Gräber aus der Zeit zwischen 1854-1933. Der Grabstein von Martha Kappel, geb. Bock, die am 26.6.1854 starb, ist der älteste auf dem Friedhof. Vermutlich wurde sie als erste hier bestattet.
Die Belegung ist nahezu durchgehend chronologisch, beginnend in der hinteren nordöstlichen Ecke. In unregelmäßigen, parallel zur hinteren Begrenzung des Friedhofs verlaufenden Reihen wurde stets von Nordosten nach Nordwesten bestattet, die Inschriften der Grabmale sind nach Südwesten ausgerichtet. Die chronologische Beisetzung wurde 1917 aufgegeben.
Mit der Deportation der Familien Rolef und Salomon endete 1942 endgültig die Geschichte der Juden in den Bornheimer Rheinorten. Die Stadt Bornheim beaufsichtigt heute die jüdischen Friedhöfe im Stadtgebiet und hilft so, die Erinnerung an die dort Bestatteten und an die jüdische Kultur in unserer Stadt wachzuhalten.
Dan Bondy, Hildegard Heimig:
BET HACHAJIM.
HAUS DES LEBENS,
Siegburg, 2004.“


(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2013)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 21.06.2011)
www.steinheim-institut.de: epidat, Bornheim-Hersel (abgerufen 07.03.2014)

Literatur

Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1283, München.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 514-515 u. 520, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 49, Bonn.

Jüdischer Friedhof in der Elbestraße in Hersel

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1848 bis 1853
Koordinate WGS84
50° 46′ 12,98″ N, 7° 02′ 38,58″ O / 50.77027°, 7.04405°
Koordinate UTM
32U 362080.41 5626102.62
Koordinate Gauss/Krüger
2573693.93 5626610.43

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„Jüdischer Friedhof in der Elbestraße in Hersel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12355-20110621-13 (Abgerufen: 20. September 2017)
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