Jüdischer Friedhof in der Lessingstraße

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bornheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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  • Grabsteine auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Grabsteine auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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  • Hinweisschild am Eingang zum Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Hinweisschild am Eingang zum Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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  • Grabstein auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Grabstein auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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  • Grabsteine auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Grabsteine auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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  • Hinweisschild und Eingang zum Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Hinweisschild und Eingang zum Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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  • Grabsteine auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Grabsteine auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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  • Grabsteine auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Grabsteine auf dem Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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  • Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

    Judenfriedhof in der Bornheimer Lessingstraße (2013)

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Die jüdische Gemeinde in Bornheim seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Juden ließen sich in der Frühen Neuzeit in Bornheim nieder. 1807 lebten in der Bürgermeisterei Waldorf (mit Bornheim) 39 Juden. Die napoleonische Verwaltung schuf die Partikulargemeinden Bornheim, Hersel und Walberberg, die der Kantonalsynagoge in Brühl unterstanden. 1855 wurde die Synagogengemeinde Bornheim mit den Spezialgemeinden Bornheim, Wesseling und Hersel konstituiert. 1930 trennten sich die Juden von Hersel und Wesseling von Bornheim. 1932 waren Roisdorf, Alfter, Waldorf und Walberberg angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 39 (1807), um 1880: 125 (1885), 1932: 60 / 50 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Nachdem jahrzehntelang ein angemieteter Betsaal benutzt worden war, konnte 1866 ein Synagogenneubau eingeweiht werden. 1938 wurde die Synagoge völlig zerstört.
(vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007)

Friedhof: Der Friedhof datiert möglicherweise schon aus dem 16. Jahrhundert, der älteste Grabstein ist von 1771. Insgesamt sind 107 Grabstätten erhalten. Auf dem Bornheimer Friedhof wurden auch die in Hersel, Heimerzheim und Sechtem verstorbenen Juden bestattet. Auf dem Friedhof steht ein Mahnmal.
110 Inschriften aus den Jahren 1771 bis 1938 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

Der mit Bäumen bestandene und von einer Hecke sowie einer Mauer zur Lessingstraße hin umgebene Begräbnisplatz liegt inmitten von Wohnbebauung. Der sehr gepflegt wirkende Friedhof ist durch eine eiserne Pforte verschlossen. Hinweisschilder auf den Friedhof finden sich im Ort nicht.
Eine Hinweistafel informiert darüber, dass der Judenfriedhof heute grundsätzlich geschlossen ist und erläutert seine Geschichte mit dem nachfolgenden Text (Begehung am 26.07.2013, siehe auch Bild in der Mediengalerie):

„Friedhof der ehemaligen Jüdischen Gemeinde
Der jüdische Friedhof wird erstmals 1580 urkundlich erwähnt. Der östliche Zipfel ist der älteste Teil des Friedhofes. Hier befinden sich fast ausschließlich Grabhügel, nur vereinzelt liegen dazwischen Gräber mit Grabsteinen, der älteste von 1771. Die Gräber aus dem 18. und 19. Jahrhundert liegen nach Osten ausgerichtet. Alter und jüngerer Friedhofsteil sind durch eine kleine, dichte Allee aus Lebensbäumen voneinander getrennt. Der anschauliche Friedhof, früher in freier Landschaft einsam gelegen, ist inzwischen eine Oase der Ruhe mitten in einem Wohngebiet.
Der jüdische Friedhof Bornheims ist, wie die Friedhöfe in Hersel und Walberberg, heute geschlossen. Auch die jüdischen Gemeinden Bornheims wurden durch die Nationalsozialisten in der Zeit von 1940-45 vernichtet.
Denkmal Nr. 18 in der Denkmalliste der Stadt Bornheim“


(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2013)

Internet
www.steinheim-institut.de: epidat, Bornheim (abgerufen 07.03.2014)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 514-519, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 30, Bonn.

Jüdischer Friedhof in der Lessingstraße

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1501 bis 1600
Koordinate WGS84
50° 45′ 27,31″ N, 6° 59′ 13,31″ O / 50.75759°, 6.98703°
Koordinate UTM
32U 358021.79 5624800.01
Koordinate Gauss/Krüger
2569690.62 5625143.97

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„Jüdischer Friedhof in der Lessingstraße”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12238-20110614-9 (Abgerufen: 24. September 2017)
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