Quelle des Flöthbachs im Kühnen-Weiher bei Inrath

Roter Weiher

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Krefeld
Kreis(e): Krefeld
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wartungsarbeiten

    Wartungsarbeiten

    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Im sogenannten „Roten Weiher“ oder „Kühnen-Weiher“ im Hülser Bruch, der heute teilweise zugeschüttet ist, befanden sich mindestens bis um 1950 am Boden Quellaustritte. Das Gewässer ist sowohl in der Tranchot-Karte, die die topografische Situation zu Anfang des 19. Jahrhunderts abbildet, als auch in der Preußischen Uraufnahme (1844) eingezeichnet. Nach den Angaben des Eigentümers machten sich die Quellen im Winter früher dadurch bemerkbar, dass die Austrittsstellen beim Zufrieren der Eisdecke länger offen blieben und weniger tragfähig waren als die übrige Weiheroberfläche. Auch konnten dort in der Eisdecke eine milchige Trübung und eingeschlossene Luftblasen beobachtet werden. Die Wassertiefe habe bis etwa 1950 ungefähr 2,50 Meter betragen; der Weiher sei nicht künstlich ausgetieft und immer wasserführend gewesen. Aus einem Überlauf wurde Wasser in den Flötbach abgegeben, der hier seinen Anfang hatte. Limnologisch kann das Gewässer als Tümpelquelle mit Grundquellen bezeichnet werden. Heute ist der restliche Weiher noch immer mit Wasser gefüllt, aber der Wasserspiegel liegt tiefer als früher; auch seien keine Trübungen und Luftblasen im Winter beobachtet worden. Vermutlich wird das Quellwasser stark eisenhaltig sein, worauf schon der Name „Roter Weiher“ hindeutet; im nahen Hülser Bruch sind auch heute noch eisenhaltige Austritte von rostfarbenem Wasser zu beobachten.

(Stefan Kronsbein, 2015)

Literatur

Abts, Ulrich W. (2013)
Die Haarfeine Glanzleuchteralge (Nitella capilaris) im Naturschutzgebiet Flöthbach und ihre Bedeutung für Natur- und Heimatschutz. In: Die Heimat 84, S. 52-58. Krefeld.
Burghardt, Oskar (1998)
Geologie und Landschaft. In: Krefeld - Die Geschichte der Stadt, Band 1: Von der Frühzeit bis zum Mittelalter, S. 13-63. Krefeld.
Kronsbein, Stefan (2002)
Krefelds Quellen. In: Krefelder Wasser - 125 Jahre zentrale Wasserversorgung, S. 40-51. Krefeld.
Kronsbein, Stefan / Naturwissenschaftlicher Verein zu Krefeld e.V. (Hrsg.) (1991)
Quellen am unteren linken Niederrhein - ein natur- und kulturgeschichtlicher Beitrag. In: Natur und Landschaft am Niederrhein, X, S. 349-429. Krefeld.

Quelle des Flöthbachs im Kühnen-Weiher bei Inrath

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Koordinate WGS84
51° 21′ 13,24″ N, 6° 33′ 19,5″ O / 51.35368°, 6.55542°
Koordinate UTM
32U 329783.27 5691993.29
Koordinate Gauss/Krüger
2538735 5691140

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Quelle des Flöthbachs im Kühnen-Weiher bei Inrath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-120137-20150329-8 (Abgerufen: 21. Mai 2018)
Seitenanfang