Schloss Monrepos in Segendorf

ehemalige Sommerresidenz der Fürsten zu Wied

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Neuwied
Kreis(e): Neuwied
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Karte der Grafschaft Wied um 1789, dargestellt sind die damaligen Ämter, Kirchspiele und wichtige Orte (2011).

    Karte der Grafschaft Wied um 1789, dargestellt sind die damaligen Ämter, Kirchspiele und wichtige Orte (2011).

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    Knöchel, Franz-Josef
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    Franz-Josef Knöchel
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Graf Friedrich Alexander von Wied ließ 1762 das Schloss Monrepos errichten. Das Schloss diente der fürstlichen Familie Wied als Sommerresidenz. 1969 wurde es aufgrund seines renovierungsbedürftigen Zustands bewusst abgebrannt. Lediglich die Nebengebäude sind noch erhalten.
Der zweigeschossige Mittelbau des Schlosses war von zwei angebauten eingeschossigen Flügeln flankiert, die wiederum zu den links und rechts angebauten zweigeschossigen Gebäuden führten. Ausgestattet war das Schloss mit Rokokoelementen. Die Dachbrüstungen trugen Figuren, Vasen sowie Wappen.
Der Park des Schlosses war von der französischen Gartenbaukunst geprägt. Vom Mittelportal des Schlosses und der Terrasse gingen gerade, strahlenförmige Alleen aus. Der Garten war geschmückt mit Blumenbeeten, Buchsbaumornamenten und Tempelchen. Ferner befanden sich hier ein Irrgarten sowie ein Freilichttheater.

Am 30. April 1969 wurde das Schloss aufgrund seines renovierungsbedürftigen Zustandes bewusst durch die freiwillige Feuerwehr von Niederbieber. Diese nicht alltägliche Handlung wurde veranlasste der damalige Eigentümer Friedrich Wilhelm Fürst zu Wied mit staatlicher Genehmigung. Lediglich die Nebengebäude des Schlosses sind noch erhalten geblieben, die heute unter Denkmalschutz stehen. In der sogenannten Villa Waldheim befindet sich heute das Museum und Forschungszentrum für Archäologie der Eiszeit. Bei dem Bau handelt es sich um einen repräsentativen reich gestaffelten Putzbau.

(Miriam Lux, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2015)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Neuwied (Denkmalverzeichnis Kreis Neuwied, 03. Februar 2015). Koblenz. Online verfügbar: http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Neuwied.pdf, abgerufen am 07.04.2015
Kreisverwaltung Neuwied (Hrsg.) (2001)
Architekt(o)uren im Landkreis Neuwied. Neuwied.
Richter, Klaus (2003)
Neuwied am Rhein, gegründet 1653. Die Geschichte der Stadt im Spiegel ihrer Architektur. Koblenz.

Schloss Monrepos in Segendorf

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Monrepos
Ort
56567 Neuwied - Segendorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1762, Ende nach 1969
Koordinate WGS84
50° 28′ 51,95″ N, 7° 26′ 34,67″ O / 50.4811°, 7.44297°
Koordinate UTM
32U 389531.94 5593281.69
Koordinate Gauss/Krüger
2602460.1 5594918.01

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„Schloss Monrepos in Segendorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-111964-20150115-4 (Abgerufen: 22. Februar 2018)
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