Schloss Engers

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Neuwied
Kreis(e): Neuwied
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Das ehemalige kurfürstliche Lustschloss wurde 1759 bis 1762 vom Hofbaumeister Johannes Seiz für den Trierer Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff (1701-1768, Erzbischof und Kurfürst von Trier 1756-1768) gebaut. Das zweieinhalbgeschossige dreiflügelige Schloss mit dominierendem Mittelrisalit wurde in den Bauformen des Würzburger Rokoko errichtet. Die Rheinfassade des Schlosses ist mit schmiedeeisernen Gittern umgeben.

Als einziges barockes Lustschloss im Umkreis von Koblenz überstand das Schloss Engers die Zerstörungskriege während der Französischen Revolution. Zu Beginn des 19. Jahrhundert gehörte das Schloss Engers zunächst dem Herzogtum Nassau. 1815 benahm der preußische Staat das gesamte Areal und richtete dort eine Gartenbaumschule und Lehranstalt für Baumzucht ein. 1863 zog eine der angesehensten preußischen Offiziersschulen in das Schloss. Die Akademie blieb bis 1914 bestehen.
Im Ersten Weltkrieg diente das Schloss als Lazarett und ab 1928 als orthopädische Klinik für Kriegsinvalide. 1990 verkaufte die Klinik den Schlossbau an das Land Rheinland-Pfalz. Nach umfassender Renovierung und Umrüstung für musikalische Zwecke wurde das Schloss 1995 der Stiftung Villa Musica übergeben und 1999 an sie verkauft.

Das ehemalige kurfürstliche Schloss steht unter Denkmalschutz und ist im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler des Kreises Neuwied eingetragen.

(Miriam Lux, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Internet
www.schloss-engers.de: Schloss Engers, Geschichte (abgerufen 02.01.2015)

Literatur

Backes, Magnus (Bearb.) / Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Verwaltung der Staatlichen Schlösser (Hrsg.) (1998)
Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz: Verzeichnis und Kurzbeschreibungen mit einer Übersichtskarte (5. überarb. u. erw. Aufl.). (Führer der staatlichen Schlösserverwaltung 7.) S. 58-61, Mainz.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2015)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Neuwied (Denkmalverzeichnis Kreis Neuwied, 03. Februar 2015). Koblenz. Online verfügbar: http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Neuwied.pdf, abgerufen am 07.04.2015
Kreisverwaltung Neuwied (Hrsg.) (2001)
Architekt(o)uren im Landkreis Neuwied. Neuwied.
Thon, Alexander / Ulrich, Stefan (2010)
"...wie ein Monarch mitten in seinem Hofstaate thront" - Burgen am unteren Mittelrhein. Regensburg.

Schloss Engers

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1762
Koordinate WGS84
50° 25′ 20,92″ N, 7° 32′ 36,42″ O / 50.42248°, 7.54345°
Koordinate UTM
32U 396533.09 5586619.18
Koordinate Gauss/Krüger
3396566.79 5588414.07

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Schloss Engers”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-110929-20150102-4 (Abgerufen: 20. August 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang