Pfarrkirche St. Dionysiuskirche in Rhens

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Rhens
Kreis(e): Mayen-Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Diese Kirche ist die älteste Kirche von Rhens und wurde einem Heiligen der frühen christlichen Zeit, dem Märtyrer Dionysius, geweiht. Sie steht heute im Bereich des südlichen Neubaugebiets auf dem Friedhof von Rhens, auf einer Anhöhe gegenüber des Kirchtors der Stadtmauer.

Ihren Ursprung nahm die Kirche etwa im Jahre 600, wobei sie erstmals 873/74 urkundlich erwähnt wird. Jedoch ist die Echtheit dieser Erwähnung nicht bewiesen und wird von einigen Experten als Fälschung angesehen.

Das Kölner Kunibertstift hatte in den Jahren der ersten Erwähnung der Kirche Besitztümer in der Stadt, daher wird angenommen, dass König Kunibert die Kirche gründete. Er hatte Rhens 635 vom austrasischen König Dagobert, welcher ein Freund von ihm war, erworben. Dagobert war ein großer Verehrer des hl. Dionysius, einem Märtyrer, der in Frankreich sogar zum Nationalheiligen wurde. Es wird angenommen, dass Kunibert zu Ehren seines Freundes Dionysius zum Schutzpatron dieser Kirche erklärte. Dafür sprechen das Dionysiuspatronizium einerseits und die Zehntrechte des St. Kunibertstiftes in Rhens andererseits.

Seit ihrem Bestehen wechselten die Besitzer der Kirche bzw. der Stadt, sehr häufig, was zum einen auf politische Umwälzungen und zum anderen auf finanzielle Schwierigkeiten der Kirche zurückzuführen ist.

Mit dem Anwachsen der Bevölkerung der Stadt wurde die Kirche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu klein. Zudem wurde sie als baufällig bezeichnet, was zu diversen Ausbauplanungen für die Vergrößerung und Erneuerung des Gebäudes führte.

Aus denkmalpflegerischen Gründen wurden allerdings diese Planungen, welche teilweise gravierende Veränderungen bedeutet hätten, nicht umgesetzt.

Diese Kirche wird ebenfalls im Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Kreis Mayen-Koblenz geführt.

(Tobias Wettstein, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2015)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Mayen-Koblenz (Denkmalverzeichnis Kreis Mayen-Koblenz, 13. Februar 2015). Mainz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de - Mayen-Koblenz, abgerufen am 24.03.2015
Ott, Hans (1994)
Das ist mein schönes Rhens am Rhein, Band 14. Andernach.

Pfarrkirche St. Dionysiuskirche in Rhens

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 600 bis 874
Koordinate WGS84
50° 16′ 47,91″ N, 7° 37′ 4,08″ O / 50.27997°, 7.6178°
Koordinate UTM
32U 401519.93 5570674
Koordinate Gauss/Krüger
3401555.66 5572462.61

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„Pfarrkirche St. Dionysiuskirche in Rhens”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-100019-20140816-6 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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