Nikolaus-Eiche am Kulturufer in Bingen am Rhein (2026)
Copyright-Hinweis:
Johannes Heidecker, Binger Schifferverein 1895 e.V.
Fotograf/Urheber:
Johannes Heidecker
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Nikolaus-Eiche am Kulturufer in Bingen am Rhein (2026)
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Die Nikolaus-Eiche steht im Park am Mäuseturm, im Binger Stadtteil Bingerbrück, links von Nahe und Rhein am sogenannten Kulturufer. Der Park liegt unmittelbar am Strom, mit Blick auf die Mäuseturminsel und die rechtsrheinisch gegenüberliegende Ruine der Burg Ehrenfels – Kulisse und Ansichtskartenmotiv in einem. Auf dem Platz, der heute von der Eiche dominiert wird, wurde ursprünglich für die Landesgartenschau ein Platz für das Denkmal des Rheinausbaus von 1830 vorbereitet. Der Umzug kam aber nicht zustande, und so steht das Denkmal weiterhin an der Bundesstraße B9 etwas weiter entfernt. Heute gibt es dort eine Gelegenheit zum Boule-Spiel.
Namensgebung der Eiche Unweit des heutigen Parks, auf der linken Seite nahe der Nahemündung, stand seit 1374 die Nikolauskapelle. Seit 1394 diente sie der Schiffsbruderschaft als Kapelle am Naheufer unterhalb des Klosters Rupertsberg. Und etwas oberhalb der Eiche liegt am linken Hang oberhalb von Bingerbrück der Nikolausfelsen. Die Klippe aus Quarzgestein steht in einem relativ steilen Hang quer zu Rheintal. Der heilige Nikolaus ist traditionell der Schutzpatron der Schiffsleute und Flussschiffer – am Binger Loch, von dem eine große Gefahr für die Schifffahrt ausging, eine wichtige Figur. Da die Nikolauskapellen in Bingen und Bingerbrück verschwunden sind, bleibt die Nikolaus-Eiche die einzige feste Erinnerung, unter der im Sommer am Sonntag Gottesdienste aller Kirchengemeinden stattfinden. Weiterhin gibt es die traditionelle Nikolauswallfahrt zu Schiff am 6. Dezember jeden Jahres, welche die Schiffer um das Binger Loch herum gemeinsam feiern.
Vom Bahnhof zum Park Der Bahnhof Bingerbrück wurde 1859 gegründet und entwickelte sich binnen kurzem zu einem der bedeutendsten Eisenbahnknotenpunkte des Deutschen Kaiserreichs, denn hier trafen die linke Rheinstrecke und die Nahetalbahn aufeinander. Im frühen 20. Jahrhundert arbeiteten bis zu 1.000 Menschen bei der Bahn in Bingerbrück; das Bahnhofsareal umfasste rund 30 Gleise mit einer Gesamtlänge von etwa 25 Kilometern. Der Güterbahnhof zählte zu den größten Rangierbahnhöfen Deutschlands, bis der Rangierbetrieb 1974 endete. Mit dem Rückbau des Rangierbahnhofs ab 1988 begann ein bemerkenswerter Wandel. Das Gelände, das zeitweise mehr als 150.000 Quadratmeter umfasste, wurde nach und nach stillgelegt und zur Landesgartenschau Rheinland-Pfalz 2008 in den heutigen Park am Mäuseturm verwandelt. Auch die Bundesgartenschau 2029 wird auf dem Gelände stattfinden.
(Binger Schifferverein 1895 e.V., Bingen am Rhein, 2026 / Freundliche Hinweise von Herrn Johannes Heidecker)
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Empfohlene Zitierweise
Binger Schifferverein 1895 e.V. (2026): „Nikolaus-Eiche am Kulturufer in Bingen am Rhein”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360767 (Abgerufen: 3. November 2026)
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