Früher hatten die Menschen keine Wasserleitungen in ihren Häusern. Man musste das Wasser zum Trinken, Kochen, Gießen und Waschen aus einem Brunnen im Garten schöpfen. Vor allem das Wäschewaschen war für die Frauen sehr mühsam. Die schmutzige Wäsche wurde in Kesseln im Haus gekocht und gebürstet und dann mit einem Handwagen zum Bach gebracht. Dort gab es einen Waschplatz aus Stein direkt am Wasser. Die Kleidungsstücke wurden geschwenkt, bis die Seife rausgewaschen war. Die nasse Wäsche war schwer und für das Auswringen brauchte man viel Kraft. Als 1928 im Dorf eine Wasserleitung gebaut wurde, hatten es die Menschen leichter. Und als es endlich Waschmaschinen gab, war die Freude riesig groß. Denn nun übernahm die Wäschetrommel die Arbeit. Der Waschplatz erinnert an die harten Arbeitsbedingungen in dieser Zeit.
Hier geht es zum KuLaDig-Eintrag: Waschplatz in Herxheim bei Landau
(Ortsgemeinde Herxheim bei Landau, 2026)