Imposant thronte die Burg über dem Flecken Falkenstein. Auch heute ist dieser Anblick noch atemberaubend. Die Grasmatten auf dem steil ansteigenden Burgfelsen vertrocknen bei heißer Witterung und tragen einen goldenen Farbton. An vielen Stellen reckt die Karthäusernelke ihre roten Blüten in den Burghimmel. Hier trägt sie den romantischen Namen „Falkensteiner Blutnelke“.
„Das Kind von Falkenstein“
Es steigt am Falkensteine ein junges Weib hinauf.
Arm, will sie Kräuter pflücken und tragen zum Verkauf.
Sie setzt ihr muntres Kindlein an einen sichern Ort
und gibt ihm glatte Steinchen und sammelt emsig fort.
Das Kindlein aber gleitet zum steilen Felsenhang.
Ein Schrei! Es horcht die Mutter und sieht sich um so bang.
Sie sucht umsonst den Kleinen, wirft schnell die Kräuter weg
und stürzt mit schwankem Fuße hinab den Felsensteg.
Schon wähnt sie zu erblicken das Kindlein blutig-rot
sie ringt sich wund die Hände und wünscht sich jähen Tod.
Doch als sie nun gekommen zum Fuß der Felsenwand
sitzt lächelnd dort der Knabe und spielt in weichen Sand.
Sie sieht in seinen Händchen drei bunte Nelken glühn,
wie sie am Falkensteine hoch in den Lüften blühn.
Schnell wird zur höchsten Freude der Mutter tiefster Schmerz.
Sie küßt das Kind und drückt es mit Zähren an ihr Herz.
Dann dankt sie heiß dem Engel, der wie ein sanfter Wind,
wenn er mit Blättern spielet, zur Tiefe trug das Kind.
Adolf Bube
Es steigt am Falkensteine ein junges Weib hinauf.
Arm, will sie Kräuter pflücken und tragen zum Verkauf.
Sie setzt ihr muntres Kindlein an einen sichern Ort
und gibt ihm glatte Steinchen und sammelt emsig fort.
Das Kindlein aber gleitet zum steilen Felsenhang.
Ein Schrei! Es horcht die Mutter und sieht sich um so bang.
Sie sucht umsonst den Kleinen, wirft schnell die Kräuter weg
und stürzt mit schwankem Fuße hinab den Felsensteg.
Schon wähnt sie zu erblicken das Kindlein blutig-rot
sie ringt sich wund die Hände und wünscht sich jähen Tod.
Doch als sie nun gekommen zum Fuß der Felsenwand
sitzt lächelnd dort der Knabe und spielt in weichen Sand.
Sie sieht in seinen Händchen drei bunte Nelken glühn,
wie sie am Falkensteine hoch in den Lüften blühn.
Schnell wird zur höchsten Freude der Mutter tiefster Schmerz.
Sie küßt das Kind und drückt es mit Zähren an ihr Herz.
Dann dankt sie heiß dem Engel, der wie ein sanfter Wind,
wenn er mit Blättern spielet, zur Tiefe trug das Kind.
Adolf Bube
Bild von Karl Graf
Viele Zeichner und Maler bevorzugten diese Perspektive, den „Malerwinkel“. Die Zeichnung von Karl Graf (1952) zeigt den Pumpenstock, links darunter die „Weed“, eine Viehtränke. Rechts ein Kuhgespann mit Führer. Reizvoll ist die Dachlandschaft der landwirtschaftlichen Gebäude mit den Krüppelwalmdächern.
Eventuell standen an der Stelle des Agrarkomplexes aus dem 18.Jahrhundert früher die Wirtschaftsgebäude, die in herrschaftlicher Regie die talwärts liegenden Äcker und Wiesen bewirtschafteten.
(KuLaDig-Team der Ortsgemeinde Falkenstein, Oktober 2026)