Auf dem der Burg vorgelagerten Vulkanfelsenkegel erstand wohl im 1. Drittel des 15. Jahrhunderts ein mächtiges Rondell mit etwa 20 m Durchmesser. An den dreiviertel Kreisschluss (270°) lehnen sich die Ringmauer von der Burg kommend und die Dorfmauer vom Gerbacher Tor an. Der weitere Verlauf der Dorfmauer ist auf dem Urkatasterplan deutlich erkennbar. Auf diesem Turmstumpf wurde (später) ein zur Burg offener Batterieturm (Hufeisenform) mit mehreren Kammern errichtet. An der westlichen unteren Burgmauer wurden nachträglich in die bestehende Zwingermauer die drei großen, massiven Flankierungstürme angelegt. Der vorderste Turm an der Schildmauer war der mächtigste. Der mittlere Turm ist zur Hälfte noch erhalten. Die halbrunden Mauern sind aus großen, unregelmäßigen Bruchsteinen gefertigt. Der Flankierungsturm am Palas lag völlig unter Schuttmassen, der vorderste Flankierungsturm wurde ebenfalls am 15. Oktober 1647 gesprengt. Von der Sprengmine ist noch ein Bruchstück erhalten.
Der Lustgarten Der „Lustgarten“ war entsprechend der Geländeform terrassenförmig angelegt.
Romantische Ansicht von Falkenstein Ernst Fries (1801-1833), Landschaftsmaler: Ansicht von Falkenstein (vor 1820)* Die Mauern und Burggebäude sind zerfallen. Links sind die Reste des Batterieturms, rechts die des Palas abgebildet. Unterhalb des Turmes sind vier Schafe und ein Mann bei der Feldarbeit zu erkennen. Im Vordergrund links führt ein Mann zwei Rinder, die einen gefällten Baum hinter sich herziehen. Im linken Hintergrund erheben sich die Falkensteiner Berge. Joseph Engelmann, Buchdrucker und Verlagsbuchhändler in Heidelberg, „der Drucker der Heidelberger Romantik“, veröffentlichte 1820 „Malerische Ansichten des Rheins, der Mosel, des Haardt, und des Taunusgebürges“, darin „Zehn Blätter vom Rheine“, mit „1. Burg Falkenstein, am Donnersberg“. Ludwig Friedrich Schnell (um 1790-1834), Hofkupferstecher in Karlsruhe, fertigte nach der Zeichnung von Ernst Fries die Stahlstiche für diesen Druck, der in deutscherund französischer Sprache erschienen ist.
(KuLaDig-Team der Ortsgemeinde Falkenstein, Oktober 2026)
Station 6 des Falkensteiner Dorfwegs: Die Verteidigungswerke
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Empfohlene Zitierweise
KuLaDig-Team der Ortsgemeinde Falkenstein: „Station 6 des Falkensteiner Dorfwegs: Die Verteidigungswerke”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360600 (Abgerufen: 28. Oktober 2026)
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