Station 1 des Falkensteiner Dorfwegs: Wirich von Daun

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Falkenstein (Rheinland-Pfalz)
Kreis(e): Donnersbergkreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 36′ 33,35″ N: 7° 52′ 25,92″ O 49,60926°N: 7,87387°O
Koordinate UTM 32.418.641,93 m: 5.495.797,45 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.418.684,68 m: 5.497.556,59 m
  • Tafel vonStation 1 des Falkensteiner Dorfwegs: Wirich von Daun

    Tafel vonStation 1 des Falkensteiner Dorfwegs: Wirich von Daun

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    Peter Vögele, Vögele Grafik-Design; Digitale Rekonstruktion der Burg Falkenstein: © Peter Wild 2026, pfälzer-burgen.de
    Fotograf/Urheber:
    Peter Vögele
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    Bild
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Wirich von Daun war Herr zu Falkenstein und zum Oberstein (* um 1414, † 1. Mai 1501).
Nach einer Familienchronik im Broicher Archiv war Wirich „überaus sinnreich und geschickt gewesen, habe große Ämter bedient, bei Kaiser und Fürsten in hohem Ansehen gestanden, auch sei er sehr reich gewesen“. Melchior ist der Sohn von Wirich von Daun und seiner Frau Margarethe von Leiningen. Durch einen komplizierten
Verkaufs- und Ehevertrag (1456) mit den Grafen von Virneburg gelangte erst sein Vater Wirich, dann später Melchior in den Besitz von Schloß und Herrschaft Falkenstein. Dieser heiratete Margarethe von Virneburg, nachdem seine Braut Irmgard vor der verabredeten Hochzeit verstorben war. Damit gründete Melchior die Herrschaftslinie Daun-Oberstein-Falkenstein. Die Grafen von Virneburg hatten nach dem Aussterben der Falkensteiner aus dem Hause Bolanden (1418) aus dem großen Konglomerat des Falkensteiner Erbes in der Wetterau, am Mittelrhein und in der Pfalz die hochverschuldete Herrschaft Falkenstein erhalten.

Der Wahlspruch Wirichs von Daun
Wirich war Besitzer der reich bebilderten Handschrift „Lancelot en prose“, die 1286 in Amiens (Frankreich) entstanden ist. Darin eine handschriftliche Notiz von Wirich mit seinem Wahlspruch „Que remede“ (etwa: „Das was hilft“) – zugleich ein Hinweis auf sein Eigentum. Auch in anderen erhaltenen Handschriften findet sich Wirichs Devise „Que remede“ und zeugt von seinem Interesse. Die Miniatur zeigt König Artus aus dieser Handschrift – heute die mit Abstand wertvollste Handschrift der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (UBL Bonn S 526, fol. 125r).

Schloss und Flecken Falkenstein
Eine aquarellierte Zeichnung eines Frankenthaler Meisters aus dem Umfeld des flämischen Malers Anton Mirou um 1600 ist die älteste Gesamtansicht (Vedute) von Schloss und Flecken Falkenstein. (Historisches Museum der Pfalz, Speyer)

(KuLaDig-Team der Ortsgemeinde Falkenstein, Oktober 2026)

Station 1 des Falkensteiner Dorfwegs: Wirich von Daun

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Hauptstraße 45 a
Ort
67808 Falkenstein
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung

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KuLaDig-Team der Ortsgemeinde Falkenstein: „Station 1 des Falkensteiner Dorfwegs: Wirich von Daun”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360595 (Abgerufen: 28. Oktober 2026)
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