Haus Bernhard und Joseph Meyer, Siegstraße 16 in Hamm (Sieg)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Hamm (Sieg)
Kreis(e): Altenkirchen (Landkreis Altenkirchen / Westerwald)
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 45′ 54,71″ N: 7° 40′ 13,66″ O 50,7652°N: 7,67046°O
Koordinate UTM 32.406.238,47 m: 5.624.557,27 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.406.275,78 m: 5.626.367,17 m
  • Haus Siegstraße 16 in Hamm (Sieg), ehemals Haus Bernhard und Joseph Meyer (1920er Jahre)

    Haus Siegstraße 16 in Hamm (Sieg), ehemals Haus Bernhard und Joseph Meyer (1920er Jahre)

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    Ortsgemeinde Hamm (Sieg)
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  • Das Geschäft und Wohnhaus von Heinrich Burbach (1920er Jahre)

    Das Geschäft und Wohnhaus von Heinrich Burbach (1920er Jahre)

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Das Wohn- und Geschäftshaus in der Provinzialstraße, heute Siegstraße mit der Nummer 16 war im Besitz der jüdischen Brüder Bernhard und Joseph Meyer und diente sowohl als Wohnraum als auch für ihre Metzgerei.

Beschreibung
Das Gebäude beherbergte die Wohnräume der Familie Meyer sowie die Metzgerei. Es war Teil einer Reihe von Anwesen in der Provinzialstraße, die von jüdischen Familien für Wohn- und Geschäftszwecke genutzt wurden. 1928 wurde ein Anbau bis zum Nachbarhaus von Meyer Rosenberg errichtet.

Geschichte
Das Haus wird erstmals im Urkataster von 1831 unter dem Namen Meyer geführt. Die Besitzer waren Bernhard und Joseph Meyer, Söhne von Amschel und Jette Meyer. Wie ihr Vater waren beide Metzger.
Joseph Meyer heiratete in Altenkirchen, wo er später verstarb. Bernhard Meyer führte die Metzgerei zunächst alleine weiter. 1920 verkaufte er das Anwesen an den jüdischen Pferdehändler Moritz Herz. 1922 erwarb Heinrich Burbach aus Hamm das Haus und richtete dort einen Buch- und Schreibwarenhandel ein.

Bedeutung
Das Haus dokumentiert die wirtschaftliche Tätigkeit jüdischer Familien in Hamm und die Entwicklung von Wohn- und Geschäftshäusern entlang der Provinzialstraße im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Es ist ein Beispiel für die Kontinuität jüdischer Unternehmergenerationen bis zu Veränderungen durch Besitzwechsel und städtische Entwicklungen.

Redaktioneller Hinweis
Die Angaben zu Besitzfolge und Familiengeschichte basieren auf Katasterunterlagen, historischen Fotografien und Archivmaterialien. Die heutige bauliche Situation entspricht nicht mehr dem historischen Zustand.

Zeitliche Einordnung
  • 1831: Ersterwähnung im Urkataster unter Meyer
  • Bis 1920: Besitz durch Bernhard und Joseph Meyer
  • 1920: Verkauf an Moritz Herz
  • 1922: Erwerb durch Heinrich Burbach, Einrichtung eines Buch- und Schreibwarenhandels
  • 1928: Anbau bis zum Nachbarhaus von Meyer Rosenberg

(Arbeitsgruppe jüdisches Gedenken der Ortsgemeinde Hamm und die Tourist-Information der Verbandsgemeinde Hamm, 2025)

Quellen
  • Urkataster Hamm, 1831
  • Historische Fotografien Hamm, um 1920
  • Archivmaterial zur jüdischen Gemeinde Hamm
  • Lokale Zeitungsarchive

Haus Bernhard und Joseph Meyer, Siegstraße 16 in Hamm (Sieg)

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Siegstraße 16
Ort
57577 Hamm (Sieg)
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1829 bis 1831

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Empfohlene Zitierweise
Arbeitsgruppe jüdisches Gedenken der Ortsgemeinde Hamm (2025), Tourist-Information der Verbandsgemeinde Hamm (2025): „Haus Bernhard und Joseph Meyer, Siegstraße 16 in Hamm (Sieg)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360579 (Abgerufen: 9. September 2026)
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