Der Kannenbäcker Christian Statz lebte laut einer Töpferliste im Jahr 1850 in der Hausnummer 60 (StaF Akt. 182 fol. 20). Laut Urkataster übertrug seine Witwe Agnes Statz im Jahr 1857 die zugehörigen Grundstücke Z 66, 67, 68 auf den Sohn, den Töpfer Friedrich Statz (LA NRW R 7212 / 1857 /4). Auf der anderen Straßenseite, schräg gegenüber, gehörten Christian Statz zusätzlich die Flurstücke Z 609 und 610 (ungefähr Alte Straße 92). Eine Hälfte dieses Grundstückes erhielt nach seinem Tod sein Sohn Friedrich, die andere Hälfte ein Heinrich Wolf (LA NRW R 7212 / 1857 /4), bei dem es sich vermutlich auch um einen Töpfer handelte.
STATZ, CHRISTIAN „Kannenbäcker - 1850 in einer Handwerkerliste aufgeführt, StaF Akt. 182 fol. 20“ (Göbels 1971).
STATZ, FRIEDRICH „Kannenbäcker, Töpfer - 1807 Mai 12 geb. zu Frechen, Sohn des Töpfers Christian St. und der Agnes Statz, Geburtsreg. 50/1807 - 1838 März 24 zeigt den Tod des Sohnes Johann an; Ehefrau ist Anna Maria Kürfgen, Sterbereg. 34/1838 - 1863 führt die Werkstatt gemeinsam mit seinem Sohn, StaF Akt. 182 fol. 134 - 1867 errichtet in seinem Garten, Alte Straße, Haus Nr. 68, einen Kannenofen, StaF Akt. 189 fol. 166 ff - 1876 Jan. 27 stirbt zu Frechen, Sterbereg. 14/1876“(Göbels 1971).
Friedrich führte die Werkstatt mit seinem Sohn Joseph, der nicht in der Töpferliste von Göbels erwähnt wird. 1867 errichtete Friedrich Statz im Garten hinter seinem Haus Nummer 68 noch einen Töpferofen mit Kamin (siehe Mediengalerie; StaF Akt. 189 fol. 166 ff ). Joseph Statz erhielt um 1879/1880 die Grundstücke Z 66, 67, 68 (LA NRW R 7215 1879/80 / 7).
Im Jahr 1899 lebte eine Witwe Michael Statz in der Alte Straße 95 (Adressbuch 1899). Diese Adresse deckt sich mit dem Wohnsitz seines Vaters, dem Töpfers Friedrich Statz (siehe oben).
STATZ, MICHAEL „Töpfer, Steingutfabrikant, Kannenbäcker - 1844 Juli 3 geb. zu Frechen, Sohn des Töpfers Friedrich St. und der Anna Maria Koerfgen, Geburtsreg. 86/1844 - 1872 Okt. 25 heir. Sibilla Beißel, 27 Jahre alt, aus Frechen, Traureg. 42/1872 - 1876 Juli 31 zeigt männliche Totgeburt an, Sterbereg. 107/1876 - 1883 März 24 zeigt den Tod der Tochter Sibilla an, ebd. 40/1883 - 1883 Apr. 9 zeigt den Tod der Tochter Elisabeth an, ebd. 47/1883 - 1895 Jan. 7 stirbt zu Frechen, ebd. 4/1895“ (Göbels 1971).
Historische oberirdische Bausubstanz, die in Zusammenhang mit der Töpferei steht, ist nicht erhalten.
(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2026)
Quellen
Stadtarchiv Frechen
- StaF Akt. 182 fol. 20
- StaF Akt. 189 fol. 166 ff
- LA NRW R 7212 / 1857 /4
- LA NRW R 7215 1879/80 / 7