Remaclus-Kapelle bei Waldorf

„Schnakenhäuschen“ oder „Schnakenkapellchen“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Waldorf
Kreis(e): Ahrweiler
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 28′ 32,71″ N: 7° 13′ 34,55″ O 50,47575°N: 7,22626°O
Koordinate UTM 32.374.144,14 m: 5.593.032,23 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.587.089,79 m: 5.594.046,95 m
  • Remaclus-Kapelle bei Waldorf (2025)

    Remaclus-Kapelle bei Waldorf (2025)

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    Remaclus-Kapelle bei Waldorf (um 1914)

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    Remaclus-Kapelle bei Waldorf (Mitte der 1950er Jahre)

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    Remaclus-Kapelle bei Waldorf (2025)

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    Remaclus-Kapelle bei Waldorf (2025)

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    Remaclus-Kapelle bei Waldorf (2025)

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    Remaclus-Kapelle bei Waldorf (2025)

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  • Rekonstruiertes Beuerskreuz neben der Remaclus-Kapelle bei Waldorf (2025)

    Rekonstruiertes Beuerskreuz neben der Remaclus-Kapelle bei Waldorf (2025)

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Die dem heiligen Remaclus gewidmete Wegekapelle liegt nahe der Landesstraße L 82 von Waldorf nach Niederzissen kurz vor der Überführung über die Autobahn A 61. Seit dem Jahre 1034, als Waldorf durch einen Ringtausch zum Kloster Stablo in Belgien kam, ist der heilige Remaclus Pfarrpatron von Waldorf. Der kleine Basaltquader-Saalbau wurde im Jahre 1869 an der Stelle errichtet, an der in früheren Jahrhunderten bereits eine Kapelle nachgewiesen war.

Zur Entstehung des Vorgängerbaus der Kapelle gibt es eine alte Überlieferung: Als der Ritter der nahegelegenen Burg Olbrück einen Remaclus-Bildstock als „Schnakenfänger“ verspottete, gab ihm ein großer Schwarm Schnaken den Weg nicht frei, bis er gelobte, zur Sühne an selbiger Stelle eine Kapelle zu errichten. Daher wird die Remaclus-Kapelle bis heute im Volksmund oft als „Schnakenhäuschen“ oder „Schnakenkapellchen“ bezeichnet.

Im Oktober 1978 wurde die Kapelle neu eingeweiht, nachdem sie von Waldorfer Bürgern mit Unterstützung der Ortsgemeinde renoviert und der Innenraum völlig neu gestaltet worden war. Im Sommer 1998 kam es erneut zu umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, wobei die Fundamente trockengelegt, das alte Eisengitter restauriert und ein neuer Innenanstrich angebracht wurden. Der Seniorenarbeitskreis Waldorf gestaltete 2024 den Außenbereich der Kapelle neu.

Im Juni 2007 hatte der Bürger- und Heimatverein Waldorf das verschollene „Beuerskreuz“ nach alten Vorlagen neu anfertigten lassen und wenige Meter neben der Remaclus-Kapelle aufgestellt. Nach der Überlieferung erinnert dieses Wegekreuz an einen Brudermord aus dem Jahre 1835.

Kulturdenkmal
Das Objekt „Wegekapelle an der L 82, südlich von Waldorf“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalverzeichnis für den Kreis Ahrweiler 2025, S. 72).

(Manfred Weiland, Bürger- und Heimatverein Waldorf e.V., 2026)

Internet
www.aw-wiki.de: St.-Remaklus-Kapelle Waldorf (abgerufen 23.06.2026)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2025)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Ahrweiler. 23. Oktober 2025. S. 72, Mainz.

Remaclus-Kapelle bei Waldorf

Schlagwörter
Ort
Waldorf
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1869

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
Manfred Weiland (2026): „Remaclus-Kapelle bei Waldorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360291 (Abgerufen: 25. Juni 2026)
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