Bahnhof Himmelpforten

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Himmelpforten
Kreis(e): Stade
Bundesland: Niedersachsen
Koordinate WGS84 53° 37′ 23,65″ N: 9° 18′ 37,26″ O 53,62324°N: 9,31035°O
Koordinate UTM 32.520.526,45 m: 5.941.648,70 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.520.605,04 m: 5.943.585,89 m
  • Himmelpforten. Bahnhof, Gleisseite (2026)

    Himmelpforten. Bahnhof, Gleisseite (2026)

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  • Himmelpforten. Bahnhof, Straßenseite (2026)

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    Himmelpforten. Bahnhof, Stellwerk Hf (2026)

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Der Bahnhof in Himmelpforten wurde am 1. Juli 1881 zusammen mit dem Streckenabschnitt von Stade nach Himmelpforten der Unterelbebahn in Betrieb genommen. Er ist heute nicht mehr mit Bahnpersonal besetzt und nur noch Durchgangshaltepunkt. Er wird von Zügen des RegionalExpress RE 5 der Verkehrsgesellschaft „Start Unterelbe“ bedient.

Im 19. Jahrhundert war der Raum zwischen Bremen, Hamburg und der Nordseeküste bei Cuxhaven durch Straßen erschlossen, die einen mehr oder weniger leistungsfähigen Zustand besaßen. Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts gab es Postkutschenlinien auf den wichtigsten Verbindungen. Das Netz der Chausseen, also den fest ausgebauten, staatlich unterhaltenen Straßen, wurde ständig erweitert; deren Nutzung war aber teilweise gebührenpflichtig. Auf der Weser, der Elbe und kleineren Flüssen und Förden wie der Oste sowie der Schwinge gab es intensiven Schiffsverkehr.
Himmelpforten war über Straßen mit Stade und Bremervörde sowie mit Horst an der Oste und weiter nach Ritzebüttel (Cuxhaven) verbunden. Der Ort war bereits damals ein Sammelzentrum für Viehtransporte, die von hier in die Lüneburger Heide getrieben wurden.
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Erste konkrete Planung für eine Bahnverbindung von Harburg nach Cuxhaven sind aus den frühen 1870er Jahren überliefert. 1872 gab es Versammlungen in Himmelpforten für die vom Bahnbau betroffenen Grundeigentümer. Dieser Versuch scheiterte, die Planungen übernahm 1879 die „Unter-Elbe'sche Eisenbahn-Gesellschaft“ und vollendete den Bahnbau bis 1881.
Die Bahnstrecke von Harburg, seit 1937 Hamburg-Harburg, nach Cuxhaven ging 1881 in Betrieb. Der erste Abschnitt lag zwischen Harburg und Stade, eröffnet am 1. April 1881. Es folgte der Teil nach Himmelpforten am 1. Juli 1881 und der Rest nach Cuxhaven am 1. Dezember 1881.
Himmelpforten war somit kurzzeitig Endpunkt der Strecke. Es befindet sich ziemlich mittig im Streckenverlauf, wie noch heute am Empfangsgebäude zu lesen ist. Es waren 51,9 Kilometer nach Harburg und 50,4 Kilometer nach Cuxhaven. Der Bahnhof liegt rund einen Kilometer von der Ortschaft Himmelspforten entfernt.
Für den Personenverkehr standen drei Gleise an drei Bahnsteigen zur Verfügung. Das dritte Gleis wurde ab 1899 bis in die 1920er Jahre für die „Amerika-Züge“ von Hapag-Lloyd genutzt, die hier auf der Fahrt von Hamburg (Veddel) nach Cuxhaven Station machten. Sie beförderten Auswanderer und Reisende zum Anschluss an die Überseedampfer nach Amerika (Amerika-Bahnhof in Cuxhaven).
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Der Güterbahnhof östlich des Empfangsgebäudes besaß zwei Gleise, an die zwei Rampen, der Güterschuppen und die Ladestraße angeschlossen waren. Südlich davon stand das Beamtenwohnhaus mit Stall. Vor allem für Viehtransporte war Himmelpforten von Bedeutung. Eine der Rampen war extra für die Viehverladung eingerichtet worden, daneben gab es Ställe für das Vieh. Damit in Verbindung steht auch der Transport und die Bereitstellung von Heu für die Vierhfütterung.
Der Bahnhof hatte auch für den lokalen Güterverkehr eine erhebliche Bedeutung. Über ihn wurden die landwirtschaftlichen Güter der Region abtransportiert, Heizmaterialien sowie Dünger und andere Güter angeliefert.
Die Verladung von Vieh ließ in den 1960er Jahre deutlich nach, damit ging auch der Güterverkehr im Bahnhof erheblich zurück. Man baute Personal ab und reduzierte die Einrichtungen. Dennoch wurden weiterhin Kartoffeln in erheblichen Mengen verladen.
In den 1990er Jahren wurde der Verkehr auf der Unterelbebahn weiter reduziert, die Bahnanlagen vereinfacht. Für Himmelpforten bedeutete dies das Ende des lokalen Güterverkehrs und die Reduzierung der Gleise auf die beiden Durchfahrtgleise mit den beiden seitlichen Bahnsteigen.
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Empfangsgebäude
Das ursprüngliche Empfangsgebäude von 1881 bestand zunächst aus dem östlichen Quertrakt und der mittleren Halle. Es war ein typischer Bau der Bahngesellschaft der „mittleren Größe“. Im Gebäude befanden sich neben den Einrichtungen für die Bahn (Fahrkartenschalter, Gepäckannahme, Büros) zwei bewirtschaftete Wartesäle. Neben dem Hauptgebäude gab es weitere Schuppen sowie einen Abort.
1903 wurde das Gebäude um den westlichen Längstrakt erweitert, zunächst nur einstöckig. Hier befand unter anderem sich der Wartesaal II. Klasse mit Restauration. Bei einer erneuten Erweiterung wurde 1912 das obere Stockwerk und das hohe Giebeldach errichtet. Zugleich wurde der Bahnhof an das elektrische Netz angeschlossen.
Das Empfangsgebäude wurde Anfang der 1980er Jahre aufgegeben und an einen privaten Eigentümer verkauft.

Stellwerke
Im Bahnhof gab es zwei Stellwerke. Im Westen an der Straße Löhe steht das hohe Gebäude des Stellwerke Hf (früher Hw: f = Fahrdienstleiter, w = Westturm) von 1917. Es regelte die Einfahrt aus Richtung Cuxhaven und war für die Personenzuggleise zuständig.
Das deutlich kleinere Stellwerk „Ho“ (Himmelpforten Ostturm) an der Straße Ramels von 1918 war zunächst eine Bedienbude. Von hier aus wurden die Ausfahrt Richtung Stade und die Gütergleise geregelt.
Die beiden Stellwerke sind seit 2014 nicht mehr in Betrieb.
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(Claus Weber, Redaktion KuLaDig, 2026)

Internet
www.larsbrueggemann.de: Lars Brüggemann, Der Bahnhof Himmelpforten an der Unterelbebahn (abgerufen 06.05.2026)
https://stellwerke.info/stw/?bsname=Himmelpforten&filter-submit=1: Betriebsstelle Himmelpforten (abgerufen 06.05.2026)

Literatur

Schlichtmann, Hans-Otto / Kreissparkasse Stade (Hrsg.) (2007)
Die Unterelbe'sche Eisenbahn. Harburg - Stade - Cuxhaven. S. 130-133; 214, Stade.
Schulz-Hauschildt, Silvia (1990)
Himmelpforten. Eine Chronik. S. 172-175, Himmelpforten.

Bahnhof Himmelpforten

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Bahnhof 1
Ort
21709 Himmelpforten
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Vor Ort Dokumentation
Historischer Zeitraum
Beginn 1881

Empfohlene Zitierweise

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Claus Weber: „Bahnhof Himmelpforten”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360138 (Abgerufen: 13. Mai 2026)
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