1575 erteilte der Herzog von Jülich der Stadt Sinzig die Erlaubnis, eine Mahlmühle an der Ahr zu errichten.
1798 verpachtete die Stadt Sinzig Öl- und Mahlmühle für 100 Jahre an Anton Weber. Dieser verpflichtete sich, beide Mühlen wieder aufzubauen und in Stand zu halten. Weber unterzeichnete 1804 mit Heinrich Roth einen Unterpachtvertrag, der es diesem erlaubte, eine Lohmühle an die Stadtmühle anzubauen.
1918 waren Lohmühle und Ölmühle nicht mehr in Betrieb. 1892 gab es Pläne zum Neubau der Mahl- und der Lohmühle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die noch bestehenden Gebäude vom Sinziger Mineralbrunnen genutzt. Ende der 1960er Jahre wurden sie dann abgerissen, um Platz für das entstehende Werksgelände zu schaffen.
(Hardy Rehmann, Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V., 2026)
Quelle
Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2011): Landschaft im Wandel (LaWa) vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, dargestellt auf der Grundlage der amtlichen Topographischen Karten 1:25000, Blatt 5409 Linz am Rhein - Historische Kartenblätter von 1808 - 1997
Internet
www.aw-wiki.de: Sinziger Stadtmühle (abgerufen 22.04.2026)