Was verraten die Funde?
Diese Keltenburg wurde zunächst als leicht befestigte Höhensiedlung begründet und erst später mit starken Mauern versehen. Einige Gebäude dienten als Speicher. Zum Schutz vor Nagern und Bodenfeuchtigkeit standen sie auf vier bis sechs Pfosten in erhöhter Lage. Die ebenerdigen Wohnhäuser waren klein und dienten vermutlich nicht als Stallung von Vieh. Die Wände bestanden aus einem Flechtwerk aus Staken und Ruten, das mit Lehm verputzt war. In einem Stampflehmfußboden war eine offene Feuerstelle eingelassen, deren Rauch durch das Strohdach abziehen konnte. Letzte Spuren menschlicher Anwesenheit verlöschen um Mitte des letzten Jahrhunderts vor Christus - 20 Jahre bevor Caesar das Land der keltischen Treverer in das römische Imperium eingliederte. Bei den Ausgrabungen wurde die Altburg im Bauzustand des 1. Jhdt. v. Chr. wieder teilerrichtet und zu einem einzigartigen, frühgeschichtlichen Freilichtmuseum ausgebaut. Erstmals konnte der Bebauungsplan einer keltischen Kleinburg vollständig rekonstruiert werden. 1988 wurde das Freilichtmuseum eingeweiht und zur Besichtigung freigegeben.
Hinweis
Alljährlich am 2. Augustwochenende freitags und samstags findet das ALTBURG-Festival statt, bei dem traditionelle keltische Musik in historischer Umgebung erlebt werden kann. Die Keltensiedlung ist auch Startpunkt des 100 km langen „SIRONA-WEGES“ der auf keltisch-römischen Spuren der Quellgöttin SIRONA durch die Hunsrück-Nahe-Region führt.
(Mitarbeiter der Tourist-Information EdelSteinLand, Büro Herrstein, 2025)
Internet
de.wikipedia.org: Altburg (Burg) (abgerufen 05.03.2026)