1822 wurde ein Antrag auf Umbau der Mühle zu einer Lohmühle gestellt, ein Umbau erfolgte aber wohl nicht. In den Handrissen von 1827 sind die Stadtmauer, der Harbach sowie die Rothsmühle mit Mühlgraben und Mühlteichen eingezeichnet. Der Gerber Heinrich Roth war nun Besitzer der Mühle. Er hatte 1804 an der Stadtmühle die Lohmühle als Anbau errichtet.
In der Liste des Sinziger Bürgermeisters von 1831 ist die Roths Mühle mit einem Ölgang aufgelistet und Wilhelm Roth als Müller eingetragen. 1845 wird ein Herr Schmickler als Eigentümer erwähnt. 1895 erwarb dann der Rechtsanwalt Franz Stryck das Gelände. Spätestens dann dürfte der Mühlenbetrieb eingestellt worden sein. Es ist unbekannt, wie lange die Mühle bis zu diesem Zeitpunkt in Betrieb war.
Auch in Katasterplänen der frühen 1920er Jahre sind Mühlenteiche, ein Mühlgraben und der seinerzeit noch offen durch die Stadt fließende Harbach dargestellt.
Das heutige Haus Eulengasse 27 ist die in den 1930er Jahren stark umgebaute ehemalige Roths Mühle.
(Hardy Rehmann, Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V., 2026)