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Moselhafen
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Ortsgemeinde Senheim
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Die Ortsgemeinde Senheim liegt an der Mosel.
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Die Ortsgemeinde Senheim verfügt über einen großen Sportboothafen.
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Blick von der Mosel auf die Ortsgemeinde Senheim.
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Der seit 1307 befestigte Ort Senheim, der mit Senhals eine Gemeinde bildet, gehörte im Mittelalter drei Herren: Kurtrier, Sponheim und Metternich. Zwar stammt die erste urkundliche Eruuähnung aus dem Jahre 1140, jedoch ist Senheim wesentlich älter. Schon zur Römezeit verlief hier eine Heerstraße von der Eifel durch die Mosel über den Hunsrück nach Bingen. lm Mittelalter diente diese Straße als Handelsstraße und als bequemer Verbindungsweg zwischen Flandern und Frankfurt. Für Truppentransporte wurde 1654 eine hölzerne Brücke geschlagen, 1794 ließ Napoleon zwei Brucken bauen. Senheim-Senhals bildet den ältesten Besitz Preußens an der Mosel. Mit ihrem sponheimischen Drittel als uraltes Lehen der Heaöge von Cleve kamen beide Orte 1618 an Brandenburg und damit auch an WienerKatrgress. Im Jahr 1815 wurden die anderen kurtrierischen Moselorte preußisch. lnnerhalb des Kulturerbes der Mosel hat Senheim eine besondere Bedeutung aufgrund des einzigen klassizistischen Ortsgrundrisses zwischen Koblenz und Trier. Beim katastrophalen Dorfbrand von 1839 zerstörte das Feuer 106 Wohnhäuser, 7 Scheunen und 22 Kelterhäuser. Erhalten blieben nur wenige Bauten, so die Kirche und der Wohnturm aus der Zeit um 1200, die Vogtei. Beim Wiederaufbau wurden die Straßen verbreitert und in einem regelmäßigen Rechtecksystem mit nahezu paralleler Straßenführung angelegt. Dieser Grundriss sollte zukünftige Großbrände erschweren und entsprach in städtebaulicher Hinsicht den Gestaltungsidealen des Klassizismus.
Nach dem Hafenausbau und der Fertlgstellung der Brücke 1967 ist Senheim ein hochwassedreies Dorf und mit seinen vielen Attraktionen ein moselanisches Kleinod, mit Galerien, Skulpturenpark, Tennisplatz, Yachthafen, Geschäften, gepflegter Gastronomie, Straußwirtschaften, Weingütern und dem größten Wein-Museum an der Mosel. Ukundlich wird Senhals erstmalig 1067 in einer Aufzählung von Gütern der Kölner Kirche genannt, jedoch belegen römische und frühmittelalterliche Funde eine längere Siedlungskontinuität. Uberliefert für das Jahr 1395 ist ein Eisgang mit besonders hoher Moselüberschwemmung, wobei die gesamte Siedlung überfutet wurde.
Als unbefestigter Ort musste Senhals schutzlos alle Kriegsstürme über sich ergehen lassen, so dass von seiner mittelalterlichen Größe und Wohlhabenheit wenig übrig blieb. So wurde das Dotf 1576 von spanischen Truppen, die aus den Niederlanden kamen, ausgeplündert und niedergebrannt. Starke Zerstörungen erfolgten auch im Dreißigjährigen Krieg und in den französischen Kriegen. Obwohl durch den Flusslauf getrennt, bilden Senheim und Senhals seit alters her eine Gemeinde. 1654 wurde eine hölzeme Brucke flrr den Truppentransport hier über die Mosel geschlagen. ln den Kriegsjahren 1794 ließ Napoleon die beiden Ufer von Senheim und Senhals durch zwei Brucken verbinden, die bis 1810 standen. ln den Jahren 1965 bis 1967 erfolgte der Bau der Senheimer Brücke, die nicht nur beide Ortsteile verbindet, sondern mit den anderen Moselbrücken auch als Bindeglied zwischen Hunsrück und Eifel dient. Heute ist Senhals ein beschaulicher Ort mit romantischen Fachwerkhäusern, Weingütern und gastronomischen Betrieben. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt insbesondere die kleine Kath. Kapelle St. Maria Magdalena; idyllische Eindrücke bietet auch der Fuß- und Radweg entlang der Mosel.
(Ortsgemeinde Senheim, 2026)
Internet senheim.de: Homepage der Ortsgemeinde Senheim
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